Wolfsburg.news
Polizei Wolfsburg · Wolfsburg

Schockanrufe - Polizei warnt vor perfider Betrugsmasche und gibt Tipps

5. August 2026 um 11:37 Uhr

In Leichter Sprache lesen

Wolfsburg, Fallersleben

03.08.2026, 12:00 -13:00 Uhr

04.08.2026, 14:02 - 15:25 Uhr

Immer wieder kommt es zu Schockanrufen, bei denen unbekannte Täter den Betroffenen auf perfide Art und Wiese eine Notlage ihrer Angehörigen vorgaukeln, um so an ihr Erspartes zu gelangen. Insbesondere ältere Menschen stehen dabei im Fokus der Betrüger. Die Polizei warnt vor diesen Betrugsmaschen und gibt Tipps zum richtigen Verhalten.

Erst am vergangenen Montag erbeuteten unbekannte Telefonbetrüger von einem 85-jährigen Wolfsburger einen Geldbetrag in Höhe von knapp 12.000 Euro sowie weitere Wertgegenstände. Es entstand ein Schaden in Höhe von gut 50.000 Euro.

Gegen Mittag erhielt der Senior einen Anruf von einem bislang Unbekannten, der sich als der Sohn des 85-Jährigen ausgab. Der angebliche Sohn teilte dem Senior mit, dass er eine schwere Krankheit habe, die jedoch von einem bestimmten Arzt behandelt werden könne. Die Behandlung sei jedoch sehr teuer, weshalb er um die finanzielle Unterstützung seines Vaters bat. Der Senior sicherte seinen angeblichen Sohn die finanzielle Hilfe zu, woraufhin der Anrufer ihm mitteilte, dass die Wertgegenstände noch am selben Tage durch eine Mitarbeiterin des Arztes abgeholt werden müssten, damit die Sicherheit bei diesem hinterlegt werden und die Behandlung stattfinden könne. Der 84-Jährige übergab das Bargeld und die Wertgegenstände wenig später an eine unbekannte Frau, die diese entgegennahm und sich daraufhin entfernte. Erst nach der Beendigung der Übergabe wurde das Telefonat beendet.

Kurze Zeit später vertraute sich der Senior seinen Angehörigen an, wodurch der Betrug aufgedeckt wurde.

Auch am darauffolgenden Dienstag erlangten unbekannte Täter unter Vorspiegelung einer ähnlichen Geschichte Bargeld und Wertgegenstände in Höhe von knapp 60.000 Euro von einer 76-jährigen Rentnerin.

Hier gaben sich die Tatverdächtigen als Ärzte aus und teilten der Seniorin mit, dass ihre Tochter dringend teure Medikamente für die Heilung einer schweren Erkrankung benötige. Auch in diesem Fall wurde das Telefonat über eine Stunde lang aufrechtgehalten. Währenddessen übten die Unbekannten massiven emotionalen und zeitlichen Druck auf die ältere Dame aus, sodass diese rasch ihre im Haus befindlichen Vermögensgegenstände zusammensuchte und an eine unbekannte männliche Person übergab, die wenig später an ihrer Haustür auftauchte.

Auch hier stellte sich nach kurzer Zeit nach einem Gespräch im Familienkreis heraus, dass es sich um einen Betrug handelte.

Die Polizei warnt daher erneut eindringlich vor Schockanrufen und gibt folgende Tipps:

- Bei sogenannten Schockanrufen setzen die Täter die Betroffenen

durch das Vortäuschen einer belastenden Geschichte unter emotionalen

und zeitlichen Druck. Hierbei wird zumeist eine Notlage eines

Angehörigen vorgegeben, die in der Realität nicht existiert. Das Ziel

der Betrüger ist es, an das Vermögen der Betroffenen zu gelangen. - Die Täter geben sich unter anderem als Arzt, Bankmitarbeiter

oder auch Polizeibeamter aus. Dabei können die Geschichten stark

variieren. - Oft werden die Betroffenen bis zur Geldübergabe in der Leitung

gehalten. Damit wollen die Täter verhindern, dass die Betroffenen mit

anderen über die Situation sprechen. Zusätzlich soll die

Schocksituation aufrechterhalten werden. - Die Polizei rät, bei dem Verdacht eines Schockanrufs sofort

aufzulegen! Zudem sollte umgehend der Anrufer/ die Anruferin oder

eine Person des Vertrauens über eine bereits bekannte Nummer

kontaktiert werden. Niemals sollten Informationen über die

persönlichen Vermögensverhältnisse preisgegeben werden. Ebenfalls

sollten Betroffene niemals Wertgegenstände an Unbekannte übergeben. - Sollten Betroffene ein Anruf verdächtig vorkommen, sollten sie

unbedingt die Polizei unter der 110 informieren. - Betroffene, die Opfer eines Telefonbetrugs geworden sind,

sollten sich in jedem Fall ebenfalls an die Polizei wenden.

Quelle: Polizei Wolfsburg. Diese Meldung wurde im Wortlaut der herausgebenden Stelle wiedergegeben. Original lesen ↗

Rückfragen bitte an: Polizei Wolfsburg Sina Matschewski Telefon: (0)5361 4646 120 E-Mail: sina.matschewski@polizei.niedersachsen.de Original-Content von: Polizei Wolfsburg, übermittelt durch news aktuell