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Moers - 91-Jähriger wird Opfer von der Betrugsmasche "Falscher Staatsanwalt"

21. Juli 2026 um 07:55 Uhr

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Ein 91-jähriger Mann aus dem Stadtteil Asberg ist Opfer der Betrugsmasche "Falscher Staatsanwalt" geworden und hat dadurch einen fünfstelligen Geldbetrag verloren.

Der Mann hatte einen Anruf von einer angeblichen "Mitarbeiterin" der Staatsanwaltschaft erhalten. Sie teilte ihm mit, dass seine Nachbarin einen Unfall gehabt habe und dabei jemand ums Leben gekommen sei. Seine Nachbarin sei jetzt in U-Haft und man müsse eine Kaution zahlen.

Der Mann gab gegenüber der Polizei an, dass die Frau am Telefon viele Informationen über seine Nachbarin gehabt habe.

Er wurde anschließend gefragt, ob er Bargeld und Wertsachen zu Hause habe. Er sagte der Frau am Telefon, dass die meisten Wertsachen in einem Bankschließfach deponiert seien.

Die Frau forderte den Mann auf, dass er zur Bank fahren solle, um das Geld abzuholen. Der Mann ließ sich mit einem Taxi zur Bank fahren. Er war über den gesamten Zeitraum immer wieder mit der Frau per Telefon in Kontakt. Sie hatte ihn angewiesen, niemanden auf den Vorfall anzusprechen und im Geldinstitut zu sagen, dass er wichtige Dokumente holen müsse.

Letztendlich hat der Mann vor seiner Wohnung einer ihm unbekannten Person das Geld übergeben.

Die Polizei gibt erneut Tipps zur Betrugsmasche "Schockanruf" bzw. "falsche Polizeibeamte":

- Seien Sie misstrauisch, wenn Sie jemand um Geld, Gold oder

Schmuck bittet.

- Behörden verlangen am Telefon in Deutschland keine Übergabe von

hohen Bargeldsummen von Bürgerinnen und Bürgern.

- Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr

Gesprächspartner, oft ein angeblicher Enkel, Verwandter oder

eine Amtsperson, Geld von Ihnen fordert! Auch wenn man Ihnen

sagt, dass sie nicht auflegen sollen!

- Vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirklich ein Verwandter

ist: Rufen Sie die Verwandten an!

- Übergeben Sie niemals Geld an Ihnen unbekannte Personen.

- Seien Sie vorsichtig mit der Übermittlung Ihrer persönlichen

Daten und teilen Sie am Telefon keine Bankdaten von sich mit!

- Wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt, informieren Sie sofort

die Polizei über die Notrufnummer 110 und, wenn möglich,

Verwandte oder andere Personen ihres Vertrauens.

- Wenden Sie sich auf jeden Fall an die Polizei, wenn Sie Opfer

eines Betruges geworden sind und erstatten Sie eine Anzeige.Ein Appell der Polizei richtet sich auch an jüngere Angehörige: Klären Sie Ihre lebensälteren Eltern, Großeltern, Freunde und Nachbarn über die Maschen der Betrüger auf.

BH/

Quelle: Polizei Wesel. Diese Meldung wurde im Wortlaut der herausgebenden Stelle wiedergegeben. Original lesen ↗

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