FW Weinheim: Entschlossener Feuerwehr-Einsatz verhinderte Großbrand im Wohngebiet
Garage und Wohnhaus brannten in der Weinheimer Nordstadt - Niemand verletzt - Große Hitze-Strapazen für die Einsatzkräfte
Weinheim. Nur der entschlossene und professionelle Einsatz der Weinheimer Feuerwehr hat am Donnerstagmorgen in der Weinheimer Nordstadt verhindert, dass sich der Brand einer Garage und des benachbarten Wohnhauses weiter ausgebreitet hat. Eine Ausdehnung des Feuers in der dichtbebauten Straße unweit des Hauptbahnhofs hätte dramatische Folgen haben können.
So aber wurde niemand ernsthaft verletzt, alle Bewohner des Hauses konnten sich weitgehend unversehrt retten. Rund 50 Einsatzkräfte waren aber bis weit in den Nachmittag hinein im Einsatz, der ihnen wegen der schlimmen Hitze alles abverlangte. Bei fast 40 Grad war es eine Strapaze. Ein Feuerwehrmann musste wegen Kreislaufproblemen medizinisch versorgt werden.
OB lobt strategische Einsatzkraft
Oberbürgermeister Michael Möslang war einen Tag nach seiner offiziellen Amtseinführung vor Ort, um sich selbst ein Bild von der Lage zu machen. Er war von der Einsatzstärke und der strategischen Aufstellung der Weinheimer Feuerwehr beeindruckt. "So etwas habe ich selten gesehen", lobte er.
Feuerwehrkommandant Ralf Mittelbach war im Einsatz selbst in vorderster Front und hatte den OB über die Lage informiert. Auch der Sellvertretende Kreisbrandmeister Dr. Ingo Schmiedeberg machte sich selbst vor Ort ein Bild.
Die Alarmierung war gegen 11.30 Uhr eingegangen: Garagenbrand in die Karlstraße. Bereits während der Anfahrt gingen bei der Integrierten Leitstelle mehrere Notrufe ein. Anrufer berichteten von Explosionen im Brandbereich. Schon auf der Anfahrt war über der Nordstadt eine massive schwarze Rauchwolke sichtbar, die das Ausmaß des Brandes erkennen ließ. Bereits sieben Minuten nach der Alarmierung trafen das erste Löschfahrzeug und die Drehleiter der Feuerwehr Weinheim zur Brandbekämpfung ein. Wenige Minuten später folgte die Feuerwehrabteilung Sulzbach zur Unterstützung. Trotz des schnellen Eingreifens hatte sich das Feuer bereits erheblich ausgebreitet. Der zunächst gemeldete Garagenbrand griff auf den Dachstuhl des Wohngebäudes über. Durch die enge Bebauung breitete sich das Feuer zusätzlich auf ein Nachbargebäude sowie auf weitere angrenzende Gebäude im rückwärtigen Bereich aus.
Aufgrund der dynamischen Lage wurde die Feuerwehr Hemsbach mit weiteren Einsatzkräften und einer zweiten Drehleiter nachalarmiert. Ziel war es, neben der Drehleiter in der Karlstraße eine weitere Drehleiter von der Kapellenstraße aus einzusetzen, um den Brand von zwei Seiten zu bekämpfen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Zur Verstärkung der Atemschutzkräfte wurden außerdem die Feuerwehrabteilungen Rippenweier und Oberflockenbach alarmiert. Die Feuerwehrabteilung Lützelsachsen Hohensachsen blieb in Bereitstellung, um während des laufenden Großeinsatzes den Grundschutz für das Stadtgebiet sowie mögliche Einsätze auf der Bundesautobahn sicherzustellen. Diese Entscheidung erwies sich als richtig. Während des Brandeinsatzes wurde die Feuerwehr zusätzlich zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage im Technologiepark alarmiert. Dort handelte es sich glücklicherweise um einen Fehlalarm.
Einsturzgefahr wird bewertet
Personen kamen bei dem Brand nach aktuellem Stand nicht unmittelbar zu Schaden. Eine Person wurde vorsorglich durch den Rettungsdienst untersucht und versorgt. Aufgrund der erheblichen Brandschäden wurde das Technische Hilfswerk aus Ladenburg mit einem Baufachberater hinzugezogen. Dieser überprüft die Standsicherheit des Gebäudes und bewertet mögliche Einsturzgefahren.
Die Löscharbeiten dauerten sehr lange. Das Feuer hatte sich in Teile der Zwischendecke ausgebreitet und musste unter Atemschutz aufwendig freigelegt und abgelöscht werden. Hierzu öffneten die Einsatzkräfte unter anderem die Dachkonstruktion der Garage, um an versteckte Glutnester zu gelangen.
Wegen der erheblichen Gebäudeschäden blieb die Karlstraße einige Zeit voll gesperrt. Das Technische Hilfswerk und der städtische Bauhof richteten die erforderlichen Absperrmaßnahmen ein. Die Stadtwerke Weinheim unterstützen den Einsatz mit den Bereichen Strom und Gas, um Versorgungsleitungen zu überprüfen und mögliche Gefahren auszuschließen. Unterstützung kam auch vom kommunalen Vollzugsdienst.
Auch Polizei war mit zahlreichen Kräften vor Ort. Sie hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen, übernimmt die Schadensaufnahme und sichert den Einsatzbereich. Zur Höhe des entstandenen Sachschadens liegen derzeit noch keine Angaben vor.
Quelle: Feuerwehr Weinheim. Diese Meldung wurde im Wortlaut der herausgebenden Stelle wiedergegeben. Original lesen ↗
Rückfragen bitte an: Stadt Weinheim Feuerwehr Roland Kern Telefon: 06201/82390 E-Mail: oeffentlichkeitsarbeit.feuerwehr@weinheim.de https://www.feuerwehr-weinheim.de/ Original-Content von: Feuerwehr Weinheim, übermittelt durch news aktuell