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Vorsicht beim Fahrzeugkauf im Internet - Kriminalpolizei deckt bundesweite Betrugsserie auf - Tatverdächtige in Haft

31. Juli 2026 um 10:09 Uhr

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Am gestrigen Donnerstag, dem 30. Juli 2026, führte das Kriminalkommissariat Rostock nach gerichtlicher Anordnung Durchsuchungsmaßnahmen im Zusammenhang mit einem umfangreichen Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des gewerbs- und bandenmäßigen Betruges unter anderem in Warnemünde durch. Hintergrund sind seit September 2025 geführte Ermittlungen des Sachgebiets Cybercrime gegen drei Beschuldigte, in deren Zuge bundesweit 49 Betrugsfälle mit einer vorläufigen Schadenssumme von rund 129.000 Euro nachgewiesen werden.

Bei den Beschuldigten handelt es sich um einen 44-jährigen Mann sowie zwei Frauen im Alter von 56 und 84 Jahren. Der 44-Jährige befindet sich bereits seit dem Jahr 2016 in einer Justizvollzugsanstalt und soll die Taten gemeinsam mit den beiden Frauen begangen haben.

Nach bisherigen Erkenntnissen bot der 44-Jährige seit mindestens Februar 2023 über verschiedene Onlineplattformen Fahrzeuge zum Verkauf an, über die er tatsächlich nicht verfügte. Die hierfür verwendeten Fahrzeugdaten und Bilder soll er zuvor aus bestehenden Verkaufsanzeigen erlangt haben, indem er selbst als vermeintlicher Kaufinteressent auftrat. Die Fahrzeuge wurden dann durch den Beschuldigten zu besonders günstigen Preisen angeboten, wodurch Geschädigte zur Zahlung von Reservierungsgebühren oder sogar des vollständigen Kaufpreises veranlasst wurden. Zu einer Übergabe der Fahrzeuge kam es jedoch nie.

Die Zahlungen erfolgten nach derzeitigem Ermittlungsstand auf Konten der beiden Frauen oder wurden über sogenannte Finanzagenten an diese weitergeleitet. Nach den bisherigen Ermittlungen finanzierten die beiden Frauen ihren Lebensunterhalt zumindest teilweise mit den aus den Betrugsstraftaten erlangten Geldern. Darüber hinaus besteht der Verdacht, dass sie den 44-Jährigen bei der Tatbegehung auch aktiv unterstützten.

Bereits Ende September 2025 wurden im Rahmen von Durchsuchungsmaßnahmen umfangreiche Beweismittel sichergestellt. Deren Auswertung dauert weiterhin an und führte bislang zur Zuordnung von 49 Straftaten im gesamten Bundesgebiet. Nach aktuellem Ermittlungsstand ist davon auszugehen, dass das Trio seine mutmaßlichen Betrugshandlungen bis mindestens Juli 2026 fortgesetzt hat. Es wird erwartet, dass sowohl die Anzahl der Straftaten als auch die Gesamtschadenssumme im weiteren Verlauf der Ermittlungen noch ansteigen können.

Ein Haftbefehl gegen die 56-jährige Beschuldigte wurde vollstreckt. Darüber hinaus wurde ein Vermögensarrest in Höhe von rund 85.000 Euro vollstreckt. Die Maßnahme dient der Sicherung möglicher Vermögenswerte aus den bislang nachgewiesenen Straftaten.

Die Ermittlungen dauern an und gestalten sich aufgrund der bundesweiten Tatorte sowie zahlreicher Strafanzeigen, die bei Polizeidienststellen in verschiedenen Bundesländern erstattet wurden, besonders umfangreich und zeitintensiv.

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Beim Kauf eines Fahrzeugs über Onlineplattformen sollten Interessenten besonders aufmerksam sein. Die Polizei empfiehlt:

Seien Sie misstrauisch, wenn Fahrzeuge deutlich unter dem üblichen Marktpreis angeboten werden.

Leisten Sie keine Anzahlung und überweisen Sie keinen Kaufpreis, bevor Sie das Fahrzeug persönlich besichtigt sowie die Fahrzeug- und Zulassungspapiere geprüft haben.

Lassen Sie sich nicht durch Zeitdruck oder vermeintlich einmalige Angebote zu einer vorschnellen Zahlung bewegen.

Überprüfen Sie die Identität des Verkäufers und gleichen Sie dessen Angaben mit den Fahrzeugpapieren ab.

Prüfen Sie Fahrzeugbilder mittels einer Rückwärtssuche im Internet.

Mehrfach verwendete Fotos können ein Hinweis auf betrügerische Inserate sein.

Werden Sie misstrauisch, wenn Verkäufer ausschließlich schriftlich kommunizieren oder persönliche Besichtigungen ablehnen.

Sollten Sie den Verdacht haben, Opfer eines Betrugs geworden zu sein, erstatten Sie umgehend Anzeige bei der Polizei und kontaktieren Sie unverzüglich Ihr Kreditinstitut, sofern bereits Zahlungen erfolgt sind.

Quelle: Polizei Rostock. Diese Meldung wurde im Wortlaut der herausgebenden Stelle wiedergegeben. Original lesen ↗

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