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Polizei warnt vor neuer WhatsApp-Betrugsmasche

28. Juli 2026 um 13:49 Uhr

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Die Polizei warnt aus aktuellem Anlass vor einer Betrugsmasche über den Messenger-Dienst WhatsApp. Kriminelle versuchen dabei, die WhatsApp-Konten ihrer Opfer zu übernehmen und anschließend deren Kontakte mit täuschend echt wirkenden Nachrichten um Geld zu betrügen.

Die Täter verschicken häufig Nachrichten im Namen bekannter Personen. Darin wird entweder eine angebliche finanzielle Notlage geschildert oder die Empfänger werden gebeten, einen Link anzuklicken - beispielsweise um bei einem vermeintlichen Online-Wettbewerb für ein Kind oder eine Bekannte abzustimmen.

So funktioniert die Betrugsmasche

1. Der übersandte Link führt auf eine gefälschte Internetseite.

2. Dort werden die Nutzer aufgefordert, eine Bestätigung

vorzunehmen, einen QR-Code zu scannen oder eine PIN einzugeben.

3. In Wirklichkeit greifen die Täter in diesem Falle dann auf Ihre

Daten und Kontakte zu und erhalten vollen Zugriff auf Ihr

eigenes WhatsApp-Konto.So können Sie sich schützen

Klicken Sie niemals unüberlegt auf Links in Messenger-Nachrichten.

Scannen Sie keine QR-Codes und geben Sie keine Bestätigungscodes oder PINs ein, wenn Sie deren Herkunft nicht zweifelsfrei kennen.

Verifizieren Sie ungewöhnliche Nachrichten immer telefonisch oder persönlich über die Ihnen bekannte Rufnummer.

Kontrollieren Sie regelmäßig unter "Verknüpfte Geräte" in WhatsApp, ob unbekannte Geräte angemeldet sind, und entfernen Sie diese sofort.

Aktivieren Sie die "Verifizierung in zwei Schritten", um Ihr WhatsApp-Konto zusätzlich zu schützen.

Werden Sie von Freunden oder Angehörigen plötzlich um Geld gebeten, seien Sie besonders vorsichtig und überprüfen Sie die Echtheit der Nachricht.

Aktueller Fall aus dem Landkreis Rostock

Im Zuständigkeitsbereich des Kriminalkommissariats Sanitz erhielt ein 65-jähriger Mann am vergangenen Freitag von einer ihm bekannten Person einen Link zu einem vermeintlichen Online-Voting. In der Annahme, etwas Gutes zu tun, folgte er den Anweisungen und bestätigte den Link.

Kurze Zeit später meldete sich der tatsächliche Inhaber der Rufnummer und informierte ihn darüber, dass sein WhatsApp-Konto missbräuchlich verwendet werde.

Zwischenzeitlich hatten die Täter bereits zahlreiche Nachrichten an die Kontakte des 65-Jährigen versendet. Darin täuschten sie eine finanzielle Notlage aufgrund einer angeblich dringend notwendigen Zahnbehandlung vor und übersandten gleichzeitig eine Bankverbindung mit der Bitte um finanzielle Unterstützung. Obwohl der Geschädigte seine Kontakte unmittelbar nach Bekanntwerden des Betruges warnte, kam es bereits zu einzelnen Überweisungen.

Die Auswertung der Chatverläufe zeigt, wie professionell die Täter vorgehen. Die Nachrichten wirken authentisch und werden bei Rückfragen plausibel beantwortet. Telefonate oder Sprachanrufe werden häufig mit vorgeschobenen Gründen - etwa einer angeblichen Betäubung nach einer Operation oder technischen Problemen - abgelehnt.

Auch im Zuständigkeitsbereich des Kriminalkommissariats Gadebusch wird derzeit ein vergleichbarer Sachverhalt bearbeitet. Dort gaben sich die Täter ebenfalls als vertraute Kontaktperson aus und täuschten eine finanzielle Notlage vor. In diesem Fall wurde der Betrug jedoch rechtzeitig erkannt und angezeigt.

Die Kriminalpolizei ermittelt in beiden Fällen wegen des Verdachts des Betruges sowie des Ausspähens von Daten.

Appell der Polizei

Die Polizei appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger, bei ungewöhnlichen Nachrichten über Messenger-Dienste stets misstrauisch zu sein. Schon ein kurzer Anruf bei der vermeintlich schreibenden Person kann einen Betrug verhindern. Sprechen Sie auch mit älteren Familienangehörigen und Bekannten über diese Betrugsmasche und sensibilisieren Sie sie für die Vorgehensweise der Täter.

Quelle: Polizei Rostock. Diese Meldung wurde im Wortlaut der herausgebenden Stelle wiedergegeben. Original lesen ↗

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