Polizei warnt vor mutmaßlich betrügerischen Fensterputzern
Nachdem bereits in der vergangenen Woche vor mutmaßlich betrügerischen Fensterputzern im Bereich Nordwestmecklenburg gewarnt wurde, sind inzwischen weitere ähnlich gelagerte Fälle bekannt geworden.
(Pressemitteilung vom 11.08., https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/108746/6331378)
Diese ereigneten sich sowohl im Stadtgebiet Schwerin als auch im angrenzenden Landkreis Ludwigslust-Parchim. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Das Vorgehen ist dabei immer wieder ähnlich: Die Tatverdächtigen sprechen Personen an ihrer Wohnanschrift an und bieten die Reinigung von Fenstern zu einem vergleichsweise günstigen Preis an. Bei der anschließenden Bezahlung wird die Barzahlung abgelehnt und stattdessen eine Zahlung mit Bankkarte über ein mobiles Kartenlesegerät verlangt. Teilweise sollen dabei Fehlermeldungen am Kartenlesegerät durch den vermeintlichen Fensterputzer angegeben worden sein, sodass die Zahlungen erneut durchgeführt wurden.
Obwohl zuvor lediglich Beträge im zweistelligen Bereich für die Fensterreinigungen vereinbart worden sind, stellten die Geschädigten im Nachgang Abbuchungen im unteren vierstelligen Bereich fest.
Der Tatverdächtige soll jeweils mit einem weißen Transporter mit großflächiger Beschriftung unterwegs gewesen sein. In einzelnen Fällen traten sie zu zweit auf.
Die Polizei hat in allen Fällen die Ermittlungen wegen des Verdachts des Betruges aufgenommen und rät zur Vorsicht bei unangekündigten Angeboten an der Haustür:
Niemand muss sich verpflichtet fühlen oder unter Druck setzen lassen, ein spontan angebotenes Geschäft abzuschließen. Wer eine Dienstleistung in Anspruch nehmen möchte, sollte vor Beginn der Arbeiten den Preis und die angebotenen Zahlungsmöglichkeiten klären.
Bei einer Kartenzahlung sollte der zu zahlende Betrag vor der Bestätigung auf dem Kartenlesegerät überprüft werden. Eine PIN sollte niemals an andere Personen weitergegeben, sondern ausschließlich selbst am Kartenlesegerät eingegeben werden.
Wird mitgeteilt, dass eine Kartenzahlung fehlgeschlagen ist, sollte man sich die entsprechende Fehlermeldung auf dem Kartenlesegerät zeigen lassen, bevor eine weitere Zahlung vorgenommen wird. Auch bei einer erneuten Zahlung ist der angezeigte Betrag zu kontrollieren.
Werden ungewöhnliche Zahlungsbedingungen erst nach Abschluss der Arbeiten verlangt oder wird eine andere als die zuvor vereinbarte Zahlungsweise plötzlich eingefordert, sollte dies ebenfalls aufmerksam machen. Holen Sie sich im Zweifel Unterstützung durch eine Vertrauensperson. Wenn Sie den Eindruck haben, dass es sich um einen Betrugsversuch handelt, wenden Sie sich unmittelbar an die Polizei.
Wer in den vergangenen Wochen auf diese Weise geschädigt wurde oder Hinweise zu weiteren Fällen oder den Tatverdächtigen geben kann, wird gebeten, sich an eine Polizeidienststelle im Landkreis Ludwigslust-Parchim oder an das Polizeihauptrevier Schwerin unter der Telefonnummer 0385 5180-2224 zu wenden. Hinweise können selbstverständlich auch bei jeder anderen Polizeidienststelle abgegeben werden.
Quelle: Polizei Rostock. Diese Meldung wurde im Wortlaut der herausgebenden Stelle wiedergegeben. Original lesen ↗
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