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Polizei Rostock · Rostock

Aufmerksamer Familienangehöriger verhindert Geldübergabe nach sog. Schockanruf

27. Juli 2026 um 12:46 Uhr

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Am vergangenen Freitag konnte ein versuchter Betrug durch einen sog. Schockanruf kurz vor der Geldübergabe verhindert werden. Dank der Aufmerksamkeit von Familienangehörigen entstand der 80-jährigen Geschädigten kein finanzieller Schaden.

Nach bisherigen Erkenntnissen erhielt die Seniorin aus Kühlungsborn am Freitag gegen 17:30 Uhr einen Anruf eines vermeintlichen Arztes. Dieser behauptete, ihre Enkelin habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht, bei dem ein Mensch tödlich verletzt worden sei. Um eine angeblich drohende Haft abzuwenden, müsse eine Kaution in Höhe von 30.000 Euro gezahlt werden.

Im weiteren Verlauf des Telefonats meldete sich eine Frau, die sich als Tochter der Seniorin ausgab. Ihre Stimme ähnelte der ihrer tatsächlichen Tochter so sehr, dass die 80-Jährige die Schilderungen zunächst für glaubhaft hielt und sich um die Beschaffung des geforderten Geldes bemühte. Anschließend wurde sie aufgefordert, mit dem Bargeld nach Rostock zu fahren, um es dort zu übergeben.

Glücklicherweise traf die Seniorin im weiteren Verlauf auf ihren tatsächlichen Enkel und vertraute sich ihm an. Dieser erkannte den Betrugsversuch sofort und verständigte die Polizei. Zu einer Geldübergabe kam es nicht.

Die Polizei weist darauf hin, dass Betrüger immer wieder versuchen, insbesondere ältere Menschen mit frei erfundenen Notlagen emotional unter Druck zu setzen. Durch Schock, Zeitdruck und die Vorspiegelung einer Ausnahmesituation sollen die Geschädigten zu hohen Geld- oder Wertgegenstandsübergaben bewegt werden.

Hinzu kommt, dass Kriminelle inzwischen vermehrt technische Möglichkeiten nutzen, um Stimmen täuschend echt nachzuahmen. Dadurch wirken Anrufe noch glaubwürdiger und erhöhen das Risiko, dass Betroffene den Tätern Vertrauen schenken.

In der vergangenen Woche registrierte die Polizei zudem weitere Schockanrufe im Landkreis Ludwigslust-Parchim. In zwei Fällen kam es dort bereits zu Geldübergaben (siehe https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/108746/6320878)

So schützen Sie sich vor Schockanrufen

Lassen Sie sich am Telefon niemals unter Druck setzen und treffen Sie keine vorschnellen Entscheidungen.

Beenden Sie das Gespräch, wenn Geld, Schmuck oder andere Wertsachen gefordert werden.

Übergeben Sie niemals Bargeld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen.

Rufen Sie Ihre Angehörigen unter der Ihnen bekannten Telefonnummer zurück und überprüfen Sie die geschilderte Notlage.

Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu und sprechen Sie über den Anruf.

Die Polizei, Gerichte oder Staatsanwaltschaften verlangen niemals die Zahlung einer Kaution oder die Übergabe von Bargeld zur Freilassung eines Angehörigen.

Verständigen Sie im Zweifel sofort die Polizei über den Notruf 110.

Hinweis der Polizei:

Sprechen Sie insbesondere mit älteren Familienangehörigen über diese Betrugsmasche. Eine frühzeitige Sensibilisierung kann entscheidend dazu beitragen, dass Betrugsversuche erkannt und verhindert werden. Oft genügt bereits ein kurzes Gespräch mit Angehörigen oder Nachbarn, um die Täuschung aufzudecken.

Quelle: Polizei Rostock. Diese Meldung wurde im Wortlaut der herausgebenden Stelle wiedergegeben. Original lesen ↗

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