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260811-3: Falsche Bankmitarbeiter schlugen in Kerpen zu - Zeugensuche

11. August 2026 um 13:46 Uhr

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Täter hoben mit ergaunerter Bankkarte Bargeld ab

Die Polizei Rhein-Erft-Kreis fahndet nach einem Mann mit kurzen schwarzen Haaren und Oberlippenbart, der zwischen 20 und 30 Jahren alt und etwa 180 Zentimeter groß sein soll. Der Unbekannte soll am Montagabend (10. August) in Kerpen-Buir als falscher Bankmitarbeiter aufgetreten sein. Zur Tatzeit habe er einen dunklen Anzug, ein weißes Hemd und Krawatte getragen und einen Aktenkoffer dabeigehabt.

Die Beamtinnen und Beamten des Kriminalkommissariats 12 haben die Ermittlungen aufgenommen und suchen Zeugen. Hinweise nehmen sie telefonisch unter 02271 81-0 oder per E-Mail an poststelle.rhein-erft-kreis@polizei.nrw.de entgegen.

Laut ersten Informationen soll ein Geschädigter gegen 16.40 Uhr einen Anruf eines angeblichen Bankmitarbeiters erhalten haben. Man habe von einem angeblichen Angriff auf sein Konto berichtet und behauptet, man müsse nun die Bankkarten überprüfen.

Gegen 17 Uhr erschien ein angeblicher Bankmitarbeiter am Haus an der Broichstraße und nahm Bankkarten entgegen.

Der Kerpener wurde wenig später misstrauisch. Bei der Kontrolle seines Kontos stellte er fest, dass jemand bereits kurz nach Abholung der Karten an einem Geldautomaten in Kerpen-Buir Bargeld abgehoben habe.

Er suchte später eine Polizeiwache auf und erstattete eine Anzeige.

Die Polizei rät:

- Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen.

- Legen Sie den Hörer auf, wenn Ihnen etwas merkwürdig erscheint.

- Sprechen Sie am Telefon niemals über Ihre persönlichen und

finanziellen Verhältnisse.

- Übergeben oder Überweisen Sie niemals Geld oder Wertgegenstände

an unbekannte Personen.

- Geben Sie niemals eine PIN preis! Kein Bankmitarbeiter wird das

je von Ihnen verlangen. Händigen Sie niemals einem Abholer Ihre

Debitkarte aus! Bankmitarbeiter kommen nicht vorbei, um

Bankkarten abzuholen.

- Geben Sie keine TAN preis, ansonsten kann in diesem Moment

bereits eine Überweisung autorisiert werden.

- Sprechen Sie mit Ihrer Familie oder anderen Vertrauten über den

Anruf.

- Falls Sie einen dubiosen Anruf Ihrer Hausbank erhalten haben,

zögern Sie nicht und legen Sie auf. Rufen Sie anschließend Ihre

Bank selbst an unter der Ihnen aus den Bankunterlagen bekannten

Nummer.

- Wenn sie unsicher sind: Rufen Sie die Polizei unter der 110

(ohne Vorwahl) oder Ihre örtliche Polizeidienststelle an.Wenn Sie bereits Opfer geworden sind:

- Erstatten Sie immer eine Strafanzeige. Nur so erhält die Polizei

Kenntnis von der Straftat und kann die Täterinnen oder Täter

verfolgen.

- Außerdem erhält Sie dadurch Informationen zum Ausmaß dieses

Deliktsfelds, kann Zusammenhänge herstellen und ggf. Tatserien

erkennen. Eine Strafanzeige können Sie persönlich auf der

nächstgelegenen Polizeidienststelle oder online unter

Internetwache Polizei NRW erstatten.

- Leisten Sie auf keinen Fall weitere Geldzahlungen.

- Informieren Sie umgehend Ihr kontoführendes Geldinstitut, um

eventuell ggf. getätigte Geldflüsse noch anzuhalten oder

rückgängig zu machen. (rs)

Quelle: Polizei Rhein-Erft-Kreis. Diese Meldung wurde im Wortlaut der herausgebenden Stelle wiedergegeben. Original lesen ↗

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