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87-Jährige händigt Goldschmuck an Betrüger aus

19. Juli 2026 um 12:01 Uhr

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Dreiste Betrüger haben am Freitag (17. Juli) eine 87-jährige Wipperfürtherin um Goldschmuck und eine Münzsammlung gebracht. Die Seniorin erhielt gegen 15:50 Uhr einen Anruf von einem Mann, der sich am Telefon als Polizeibeamter ausgab. Er berichtete, dass der Sohn der 87-Jährigen, bei einem Verkehrsunfall eine andere Person tödlich verletzt habe und sich nun in Untersuchungshaft befinde. Für die Freilassung werde jetzt Geld benötigt. Die 87-Jährige bot für die Freilassung ihres Sohns Goldschmuck und eine Münzsammlung mit einem hohen fünfstelligen Wert an. Kurz darauf wurde das Gespräch beendet.

Zwischen 17:00 und 17:30 Uhr erschien dann ein angeblicher Mitarbeiter des Amtsgerichts an der Anschrift der Seniorin; Goldschmuck und Münzen wurden in einer roten Leinentasche übergeben und der Abholer entfernte sich.

Die 87-Jährige beschrieb den Unbekannten als ca. 30 Jahre alt, zwischen 1,80 m und 1,90 m groß und von schlanker Statur. Er war mit einem weißen, kurzärmligen Hemd und einer dunklen Hose bekleidet und hatte dunkles, lockiges, kurzes Haar, welches an den Seiten kürzer rasiert war. Das Erscheinungsbild beschrieb die Seniorin als nordafrikanisch.

Der Unbekannte entfernte sich fußläufig über die Ostlandstraße. Zeugen werden gebeten, sich zu melden. Hinweise nimmt die Kriminalpolizei in Gummersbach unter der Telefonnummer 02261 8199-0 oder der E-Mail-Adresse poststelle.oberbergischer-kreis@polizei.nrw.de entgegen.

Mit einem Schockanruf setzten die Betrüger, die sich ohnehin in einer emotionalen Ausnahmesituation befindlichen, meist älteren Personen unter Druck. In den Anrufen geben sich die Betrüger als Polizeibeamte, Staatsanwälte oder Richter aus und behaupten beispielsweise, dass ein naher Angehöriger einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe, bei dem jemand verletzt oder sogar getötet wurde. Um eine bevorstehende Haft zu verhindern, fordern sie die angerufene Person auf, einen Geldbetrag oder Schmuck/Edelmetall zu zahlen bzw. zu übergeben.

Die Polizei warnt eindringlich vor dieser Masche und rät:

- Seien Sie misstrauisch bei Anrufen, in denen Geldforderungen

gestellt werden, insbesondere wenn die Anrufer Druck ausüben

oder eine emotionale Notlage ausnutzen.

- Beenden Sie das Telefonat und informieren Sie sofort die Polizei

über die 110.

- Versuchen Sie, die betreffende Person selbst zu erreichen, um

die Angaben zu überprüfen.

- Geben Sie unbekannten Personen keine Auskünfte über Ihre

Vermögensverhältnisse oder andere sensible Daten.

- Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte

Personen, angebliche Mitarbeiter von Polizei,

Staatsanwaltschaften, Gerichten oder Geldinstituten.

Quelle: Polizei Oberbergischer Kreis. Diese Meldung wurde im Wortlaut der herausgebenden Stelle wiedergegeben. Original lesen ↗

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