Landkreis Nienburg - Zahlreiche Betrugsversuche durch falsche Polizeibeamte
(KEM) Am Donnerstag, den 13.08.2026, wurden den Polizeidienststellen im Landkreis Nienburg zahlreiche Betrugsversuche gemeldet.
Unter anderem in Nienburg, Stolzenau, Marklohe, Haßbergen und Stöckse riefen vermeintliche Polizeibeamte an und versuchten unter der Vorspiegelung falscher Tatsachen Informationen zu Wertgegenständen und persönliche Daten zu erfragen. Der Polizei ist bislang jedoch kein Fall gemeldet worden, der erfolgreich verlief. In der Vergangenheit gab es Fälle, in denen die Tätergruppen teilweise an Folgetagen erneut anriefen und die Angerufenen unter massiven Druck setzten. Trotz eindringlicher Sensibilisierung durch Polizisten gelang es den Tätern zurückliegend vereinzelt, die Angerufenen derart zu verunsichern, dass sie schlussendlich doch Wertgegenstände oder Bargeld übergaben.
Die Polizei bittet deshalb insbesondere Angehörige älterer Menschen, diese erneut zu sensibilisieren und das Thema regelmäßig im Bekanntenkreis zu besprechen. Hilfreich können auch Merkblätter sein, die Sie sich neben ihr Telefon legen.
Die Polizei gibt grundsätzlich folgende Präventionshinweise:
- Warnen Sie insbesondere ihre älteren Angehörigen, wiederholen
Sie dies regelmäßig. - Legen Sie sich einen Warnhinweiszettel neben ihr Telefon . - Seien Sie misstrauisch und wachsam. Lassen Sie sich am Telefon
nicht drängen oder unter Druck setzen. - Legen Sie umgehend auf, indem sie selbstständig das Telefonat
durch Auflegen des Hörers beenden. - Rufen Sie die richtige Polizei an. Suchen Sie dafür die
Telefonnummer Ihrer örtlichen Polizei selbst heraus oder wählen Sie
die 110. Geben Sie die Telefonnummer selbst ein. - Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen
Verhältnissen, Wertsachen oder persönlichen Daten preis. - Übergeben Sie niemals Bargeld oder Wertsachen an unbekannte
Personen. - Die Polizei wird nie unter der Telefonnummer 110 anrufen. - Die Polizei und auch die Staatsanwaltschaft werden Sie niemals
anrufen und um Geldbeträge oder Wertsachen bitten oder deren
Verwahrung anbieten. - Lassen Sie Ihre Vornamen aus Telefonbüchern entfernen oder
abkürzen. Täter suchen zielgerichtet nach Vornamen, die auf ein
vorangeschrittenes Alter hindeuten.
Quelle: Polizei Nienburg. Diese Meldung wurde im Wortlaut der herausgebenden Stelle wiedergegeben. Original lesen ↗
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