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Senioren um hohe Geldbeträge gebracht - Polizei warnt vor Anlagenbetrug

25. Juni 2026 um 15:21 Uhr

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In jüngster Vergangenheit haben unbekannte Täter ältere Menschen mit der Masche "Anlagebetrug" dazu gebracht, höhere Geldbeträge auf ein neu angelegtes Konto zu überweisen. Die Polizei warnt vor unseriösen Gewinnversprechen.

Die Polizei klärt auf: So gehen die Täter vor

Die Täter wecken das Interesse ihrer Opfer beispielsweise durch falsche Werbung angeblicher Prominenter oder vermeintlich lukrative Angebote mit hohen Renditeversprechen im Internet. Die Geschädigten folgen dann einem mutmaßlich harmlosen Link und geben im zweiten Schritt erste persönliche Kontaktdaten wie ihre Mailadresse oder Mobilnummer preis. Anschließend melden sich die angeblichen Finanzberater telefonisch und bauen ein Vertrauensverhältnis auf. Sie bringen die Geschädigten dazu, verschiedene Apps herunterzuladen, über die die Täter sich auf das Endgerät ihrer Opfer aufschalten lassen.

Im weiteren Verlauf überreden die Betrüger die Geschädigten zu einer ersten Transaktion. Um Sicherheit vorzutäsuschen, werden die Gelder anschließend an die Geschädigten zurücküberwiesen. Über Tage hinweg erfolgen weitere Anrufe. Häufig legen die Geschädigten unter Anleitung der Täter selbst neue Konten an. Die Täter übernehmen durch das Ändern von Zugangsdaten im weiteren Verlauf die Kontrolle darüber und transferieren das Geld auf andere Konten oder in Kryptowährung. Sie überreden die Geschädigten mit falschen Gewinnversprechen zu immer höheren Transaktionen. Der Betrug fällt oft erst dann auf, wenn die Opfer auf das Geld zugreifen möchten.

Aktuelle Betrugsfälle in Münster

In den vergangenen Tagen sind der Polizei Münster zwei solcher Fälle bekannt geworden.

Ein 85-Jähriger wurde im Internet auf angeblich hohe Geldgewinne durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz aufmerksam. Ihm wurde suggeriert: Je höher die überwiesene Summe, desto größer am Ende der Gewinn. Er überwies über mehrere Wochen unterschiedliche Geldbeträge.

In einem zweiten Fall erhielt ein 67-Jähriger einen Anruf eines vermeintlichen Vergleichsportals. Er vereinbarte mit dem angeblichen Mitarbeiter des Portals die Eröffnung eines Festgeldkontos, auf dem der 67-Jährige Geld zu einem festen Zinssatz anlegen solle. Im Verlauf des Gesprächs eröffnete der Geschädigte weitere Konten in den Niederlanden und überwies hohe Geldsummen.

So können Sie sich vor Betrugsdelikten schützen

- Geldanlagen über das Internet bergen immer ein hohes Risiko.

Vertrauen Sie keinen Unbekannten Ihr Geld an. - Prüfen Sie Anbieter von Geldanlagen immer sorgfältig,

beispielsweise durch eine Internetrecherche oder das Überprüfen

von Bewertungen. Doch bedenken Sie: Das ist keine Garantie für

Seriosität. - Verlässliche Informationen finden Sie auf der offiziellen Seite

der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin):

https://www.bafin.de. Dort können Sie Anbieter in der

Unternehmensdatenbank der BaFin abfragen. Sollte das Unternehmen

nicht vorhanden sein, kann dies ein Hinweis auf Betrug sein.

Allerdings sind bei der BaFin nicht alle seriösen Börsen

gelistet. - Links, die sich innerhalb einer Mail befinden, sollten Sie nicht

anklicken, da diese auf gefälschte Websites führen könnten, die

täuschend echt wirken. Geben Sie die Internetadresse stattdessen

händisch in Ihrem Webbrowser ein.

- Gewähren Sie Fremden keinen Zugriff auf Ihre Geräte und lassen

Sie nicht zu, dass durch Fremde Apps auf Ihr Gerät installiert

werden. - Wenn Sie telefonisch zum Überweisen von Geld gedrängt oderaufgefordert werden, ist besondere Vorsicht geboten. Hierbei handelt es sich in den allermeisten Fällen um einen Betrugsversuch.

- Auch bei Überweisungen auf Konten im Ausland ist erhöhte

Vorsicht geboten. Bedenken Sie aber: Auch eine Überweisung auf

ein deutsches Bankkonto bietet keinen Schutz vor Betrug, denn

Betrüger nutzen solche Konten oft gezielt, um Vertrauen zu

wecken.

Quelle: Polizei Münster. Diese Meldung wurde im Wortlaut der herausgebenden Stelle wiedergegeben. Original lesen ↗

Kontakt für Medienvertreter: Polizei Münster Telefon: 0251 275-1010 E-Mail: pressestelle.muenster@polizei.nrw.de https://muenster.polizei.nrw/ Original-Content von: Polizei Münster, übermittelt durch news aktuell

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