Halsketten gestohlen: Polizei ermittelt und warnt vor dem "Kettentrick" - 2607076
Die Polizei im Kreis Mettmann hat in den letzten Wochen eine Häufung des so genannten Kettentricks registriert. Hierbei entwenden Trickbetrügerinnen und Trickbetrüger unbemerkt den hochwertigen Schmuck ihrer Opfer. Am Samstag, 25. Juli 2026, kam es in Erkrath zu einem weiteren Fall, bei dem eine 86-jährige Frau bestohlen wurde.
Gegen 11:20 Uhr wurde die Seniorin an der Morper Allee in Höhe der Hausnummer 1 aus einem heranfahrenden beigefarbenen Auto angesprochen. Eine noch unbekannte Frau, die auf dem Beifahrersitz saß, fragte die 86-Jährige nach dem Weg. Anschließend umarmte die Unbekannte die Erkratherin aus dem Wagen heraus zum "Dank" und überreichte ihr zwei Ketten. Dabei entwendete sie unbemerkt zwei Goldketten der Seniorin, bevor das Auto schnell davonfuhr.
Die Erkratherin beschreibt die Täterin und den Täter folgendermaßen:
Autofahrer:
- ungefähr 45 Jahre alt
- gut gekleidet
- mit europäischem ErscheinungsbildBeifahrerin:
- ungefähr 45 Jahre alt
- circa 1,60 Meter groß
- mit dunklen kurzen Haaren
- korpulent
- gut gekleidet
- mit europäischem ErscheinungsbildDie Kriminalpolizei ermittelt und fragt:
Wer hat zur Tatzeit etwas Verdächtiges an der Morper Allee beobachtet? Hinweise nimmt die Polizei in Erkrath jederzeit unter 02104 9480-6450 entgegen.
So läuft der Kettentrick ab:
Die Kriminellen sprechen meistens ältere Menschen an, die sichtbar wertvollen Schmuck tragen.
Die Kontaktaufnahme
Die Taten finden in der Regel auf Straßen, Wegen, Plätzen oder in Cafés statt. Unter einem Vorwand nehmen die Kriminellen hier Kontakt zu ihren Opfern auf. Ein häufiger Vorwand ist die Bitte um eine Auskunft, beispielsweise eine Wegbeschreibung. Häufig geschieht die Ansprache auch aus einem langsam fahrenden Auto heraus.
Körperliche Nähe
Die Kriminellen täuschen eine überschwängliche Dankbarkeit für die gegebene Auskunft vor und machen den Opfern ein Geschenk in Form von billigem Modeschmuck. Durch die Überschwänglichkeit in Sprache und Gestik soll das Opfer überrumpelt und abgelenkt werden.
Der Diebstahl
Während die Kriminellen den Modeschmuck anlegen, öffnen sie zeitgleich den Verschluss des echten Schmuckstücks und entwenden es unbemerkt. Oft bemerken die Betroffenen den Diebstahl erst später.
Die Polizei rät:
Seien Sie skeptisch, wenn Fremde sich Ihnen auf der Straße nähern. Stehen Sie, zur Not auch energisch, für Ihren persönlichen Raum ein. Sprechen Sie gezielt andere Personen an oder rufen Sie um Hilfe. Alarmieren Sie nach einem (versuchten) Diebstahl die Polizei über den Notruf 110 und geben Sie relevante Details (Aussehen, Fluchtrichtung) weiter, um der Polizei die Möglichkeit einer schnellen Fahndung zu ermöglichen.
Quelle: Polizei Mettmann. Diese Meldung wurde im Wortlaut der herausgebenden Stelle wiedergegeben. Original lesen ↗
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