Anstieg von Phishing-Betrugsfällen über die Plattform Kleinanzeigen.de
Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Mainz ist in den
vergangenen Monaten ein Anstieg von Betrugsanzeigen im Zusammenhang
mit der Onlineplattform Kleinanzeigen.de festzustellen. Insbesondere
Phishing-Betrugsmaschen, bei denen Täter versuchen, an sensible Daten
oder Geld ihrer Opfer zu gelangen, führen vermehrt zu Strafanzeigen.
Die Täter gehen dabei häufig nach einem ähnlichen Muster vor: Nach
einer Kontaktaufnahme über die Verkaufsplattform übersenden sie
vermeintliche Zahlungs- oder Versandlinks per Chat, E-Mail oder
Messenger. Diese führen auf täuschend echt gestaltete Internetseiten,
auf denen die Geschädigten zur Eingabe ihrer Bank-, Kreditkarten-
oder Zugangsdaten aufgefordert werden. In anderen Fällen werden die
Opfer telefonisch kontaktiert und zur Freigabe von Transaktionen oder
zur Herausgabe von Sicherheitscodes bewegt. Die erlangten Daten
werden anschließend missbräuchlich verwendet, wodurch teilweise
erhebliche Vermögensschäden entstehen.
Das LKA Rheinland-Pfalz informiert heute hierzu ebenfalls
(https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/29763/6327595) und
veranstaltet zusammen mit der Verbraucherzentrale ein Webseminar.
Anmeldungen sind kostenlos unter folgendem Link möglich
www.verbraucherzentrale-rlp.de/webseminare-rlp
So schützen Sie sich vor Phishing-Betrug:
- Lasse sie sich nicht unter Druck setzen! Prüfen sie eingehende
Mails, SMS usw. ausführlich bevor sie darauf eingehen.
- Nutzen Sie ausschließlich die offiziellen Zahlungs- und
Kommunikationswege der jeweiligen Verkaufsplattform.
- Öffnen Sie keine Links, die Ihnen von unbekannten Personen über den
Chat oder Messenger-Dienste zugesandt werden.
- Prüfen Sie Internetadressen sorgfältig. Bereits kleine Abweichungen
können auf gefälschte Webseiten hinweisen.
- Geben Sie niemals persönliche Zugangsdaten, TANs, Freigabecodes
oder Kreditkartendaten über Links aus Nachrichten oder Chats ein.
- Lassen Sie sich nicht unter Zeitdruck setzen. Betrüger erzeugen
häufig künstliche Dringlichkeit, um unüberlegte Handlungen zu
provozieren.
- Brechen Sie den Kontakt ab, wenn Ihnen ein Angebot oder eine
Zahlungsabwicklung ungewöhnlich erscheint.
- Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Konto- und Kreditkartenumsätze
und informieren Sie bei einem Verdacht umgehend Ihr Kreditinstitut.
Wer den Verdacht hat, Opfer eines Phishing-Betrugs geworden zu sein,
sollte unverzüglich sein Kreditinstitut informieren, gegebenenfalls
Passwörter ändern und Anzeige bei der Polizei erstatten.
Quelle: Polizei Mainz. Diese Meldung wurde im Wortlaut der herausgebenden Stelle wiedergegeben. Original lesen ↗
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