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Prügelei - Feuerlöscher geleert - Hilfe für Betrüger

13. Juli 2026 um 13:30 Uhr

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Am Sonntag gegen 22.40 Uhr haben sich am Busbahnhof Markaner zwei alkoholisierte Männer (29 und 31) geprügelt. Die Polizei schrieb Anzeigen wegen wechselseitiger Körperverletzung. Der 29-Jährige wurde von einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

Unbekannte haben vermutlich am Sonntag in einer Tiefgarage Am Stapel einen Feuerlöscher entleert. Der Sprühnebel verteilte sich auch auf den geparkten Fahrzeugen. Ein Pkw-Halter bemerkte die Folgen, als er gegen 17.45 Uhr zu seinem Wagen kam. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung und Beeinträchtigung von Unfallverhütungs- und Nothilfemitteln und bittet um Hinweise unter Telefon 9199-0.

Ein Altenaer hat sich am Freitag an die Polizei gewandt. Sein Freund werde wegen seiner Goldkette beim österreichischen Zoll "festgehalten" und müsse eine Kaution zahlen. Er wolle dem Freund helfen und das Geld überweisen, berichtete der Altenaer. Doch seine Bank weigere sich. Selbst sein persönliches Erscheinen in der Bankfiliale konnte die Mitarbeiter nicht bewegen, den Transfer auszuführen. Sie behaupteten, dass er betrogen werden solle. Sie schickten ihn zur Polizei, um von dort eine Bescheinigung über die Festnahme zu bekommen.

Damit konnten ihm die Polizeibeamten allerdings auch nicht helfen. Auch die Polizei geht aufgrund der Schilderung von einer Variante des Lovescams aus: Der Altenaer hatte den Bekannten bei Facebook kennengelernt. Der Kontakt lief lediglich über Facebook und WhatsApp. Persönlich getroffen haben sie sich bisher nicht. Der Altenaer vermittelte nicht den Eindruck, dass er an einen Betrug glaubt.

Der Ablauf erinnert stark an Lovescam: Betrüger suchen in sozialen Netzwerken oder Single-Börsen nach ihren Opfern. Erst gaukeln sie Freundschaft oder Liebe vor, dann geraten sie angeblich plötzlich irgendwo auf der Welt in eine Notlage und pumpen ihr Opfer an. Der Phantasie über denkbare Notsituationen sind dabei keine Grenzen gesetzt. Wer einmal zahlt, der wird bis zum letzten Cent ausgenommen. Spätestens, wenn es um Geld geht, sollten Betroffene äußerst misstrauisch werden und genaue Nachforschungen anstellen. Bei übersandten Fotos bietet sich eine Bildersuche zum Beispiel per Google an. (cris)

Quelle: Polizei Märkischer Kreis. Diese Meldung wurde im Wortlaut der herausgebenden Stelle wiedergegeben. Original lesen ↗

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