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Staatsanwaltschaft Stuttgart und Polizeipräsidium Ludwigsburg: Ludwigsburg: Ermittlungsgruppe "Residenz" identifiziert acht Tatverdächtige nach versuchtem Tötungsdelikt und weiteren Gewaltdelikten

24. Juli 2026 um 14:07 Uhr

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Im Frühjahr 2026 kam es im Stadtgebiet Ludwigsburg, insbesondere im Bereich des Bahnhofs, mehrfach zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen zwei Personengruppen. Die Auseinandersetzungen gipfelten in einem versuchten Tötungsdelikt am 08.03.2026, bei dem ein 18-Jähriger von zunächst unbekannten Personen angegriffen und mit einem spitzen Gegenstand schwer verletzt worden war (wir berichteten: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110974/6231141, https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110974/6233254). Das Opfer musste notoperiert werden, konnte das Krankenhaus jedoch kurze Zeit später wieder verlassen.

Zur Aufarbeitung der Vorfälle wurde am 16.03.2026 die Ermittlungsgruppe "Residenz" eingerichtet, die sich aus 15 Ermittlerinnen und Ermittlern der Kriminal- und Schutzpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg zusammensetzte. Monatelange und intensive Ermittlungen in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Stuttgart führten schließlich zum Erfolg:

Bislang konnten acht Tatverdächtige im Alter zwischen 14 und 22 Jahren identifiziert werden, die in unterschiedlicher Zusammensetzung an den Auseinandersetzungen beteiligt waren und denen zahlreiche Gewaltdelikte zur Last gelegt werden. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich teilweise um Personen mit syrischer Staatsangehörigkeit sowie um Personen deutscher Staatsangehörigkeit mit familiären Bezügen in den kurdischen beziehungsweise kosovarischen Raum. Vier der Tatverdächtigen stehen im Verdacht, als Täter oder Teilnehmer an dem versuchten Tötungsdelikt vom 08.03.2026 in Ludwigsburg beteiligt gewesen zu sein. Vor dieser Tat gab es nach bisherigem Stand der Ermittlungen mehrere weitere Aufeinandertreffen der Gruppierungen im Ludwigsburger Stadtgebiet, bei denen es jeweils zu unterschiedlichen Körperverletzungsdelikten kam. Die Hintergründe der Auseinandersetzungen und ein möglicher Zusammenhang mit ethnischen oder anderen Konfliktlagen sind Gegenstand der weiteren Ermittlungen.

Am 15.07.2026 wurden in den frühen Morgenstunden zeitgleich insgesamt acht Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt, die von der Staatsanwaltschaft Stuttgart beantragt und vom Amtsgericht Stuttgart erlassen worden waren. Ziel waren die Wohnungen der acht identifizierten Tatverdächtigen in den Bereichen Ludwigsburg, Pleidelsheim und Bietigheim-Bissingen. Im Zuge der Maßnahmen, bei denen rund hundert polizeiliche Einsatzkräfte sowie mehrere Vertreter der Staatsanwaltschaft beteiligt waren, wurden sieben der acht Tatverdächtigen angetroffen und erkennungsdienstlich behandelt. Die Durchsuchungen führten zur Sicherstellung verschiedener Waffen sowie umfangreicher weiterer Beweismittel, die in der Folge von der Ermittlungsgruppe ausgewertet werden. Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: Polizei Ludwigsburg. Diese Meldung wurde im Wortlaut der herausgebenden Stelle wiedergegeben. Original lesen ↗

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