(Tuttlingen / Lkr. Tuttlingen) Kriminalpolizei Rottweil gelingt grenzüberschreitender Schlag gegen Autohehler - mehrere Männer in Untersuchungshaft (15.06.2026)
Beamten der Kriminalpolizeidirektion Rottweil ist ein grenzüberschreitender Schlag gegen eine mutmaßlich gewerbsmäßig agierende Gruppe von Autohehlern gelungen.
Seit Juni vergangenen Jahres ermittelten die Kriminalbeamten gegen eine hauptsächlich rumänisch stämmige Gruppierung, deren Haupttäter überwiegend aus dem Raum Tuttlingen agierten. Die Tatverdächtigen stehen im Verdacht, im großen Stil betrügerisch erlangte sowie unterschlagene und gestohlene Kraftfahrzeuge aus Frankreich, Italien, Spanien, Ungarn und weiteren Ländern verschoben zu haben.
Anschließend führten die Tatverdächtigen die Fahrzeuge - darunter Autos, Lastwagen und Transporter - bei Zulassungsstellen vor, veranlassten neue Hauptuntersuchungen und meldeten diese mit Ausfuhrkennzeichen an. Hierbei bedienten sich die Haupttäter deutschlandweit der Unterstützung von Strohmännern sowie teilweise gefälschter Dokumente. In der Folge veräußerten sie die Fahrzeuge - teilweise nach Gründung von Scheinfirmen - weiter ins Ausland. Größtenteils wurden diese anschließend in Rumänien erneut zugelassen.
Durch umfangreiche weitere Ermittlungsmaßnahmen gelang es den Spezialisten schließlich, die Strukturen und das Vorgehen der Gruppierung weiter aufzuhellen und weitere Tatverdächtige zu identifizieren. Dabei konnten der Gruppe insgesamt 37 Fälle der Hehlerei von Kraftfahrzeugen in Deutschland mit einem Gesamtwert von rund 1,3 Millionen Euro zugeordnet werden.
Parallel zu dem hiesigen Ermittlungsverfahren ermittelte die Kriminalpolizei der Provinz Dâmbovița (Rumänien) gegen teilweise dieselben, bislang noch nicht festgenommenen Mitglieder der Gruppierung.
Am 10.06.2026 wurden durch die Kriminalpolizei Dâmbovița und mehrere Spezialeinheiten mit Unterstützung und in Anwesenheit von zwei Beamten der Kriminalpolizeidirektion Rottweil insgesamt 16 Objekte in Rumänien durchsucht und acht Tatverdächtige festgenommen. Sechs der Festgenommenen wurden in Rumänien in Untersuchungshaft genommen. Die Einsatzkräfte stellten sieben hochwertige Fahrzeuge sowie Bargeld in erheblichem Umfang sicher. Die gemeinsame länderübergreifende Operation wurde durch das Projekt des LKA Baden-Württemberg "ISF LUMEN Expanded", kofinanziert von der Europäischen Union, unterstützt.
Zeitgleich konnte in Deutschland ein weiteres, mit Haftbefehl gesuchtes Mitglied der Gruppierung festgenommen werden. Ein weiterer Beschuldigter stellte sich bei der Polizei in Rottweil und wurde ebenfalls in Untersuchungshaft genommen.
Von den insgesamt elf in Deutschland Beschuldigten befinden sich mittlerweile fünf Tatverdächtige im Alter von 23 bis 46 Jahren in Untersuchungshaft. Ein weiterer 33-jähriger Beschuldigter befindet sich in Rumänien in Untersuchungshaft, gegen ihn besteht ein europäischer Haftbefehl.
Quelle: Polizei Konstanz. Diese Meldung wurde im Wortlaut der herausgebenden Stelle wiedergegeben. Original lesen ↗
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