Ermittlungen wegen des Verdachts des schweren Raubes und des erpresserischen Menschenraubes - Haftbefehle erlassen - Zeugen gesucht
Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Kiel und der Polizeidirektion Kiel
Die Kriminalpolizei Kiel und die Staatsanwaltschaft Kiel ermitteln wegen des Verdachts des schweren Raubes, des erpresserischen Menschenraubes und weiterer Straftaten. Die Ermittlerinnen und Ermittler suchen Zeuginnen und Zeugen des Vorfalls. Zudem ist das Hinweisportal freigeschaltet.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand kam es am Mittwoch, den 15. Juli 2026 gegen 15 Uhr im Stadtteil Gaarden in der Straße Kehrwieder zu einem Treffen zwischen dem späteren Geschädigten und mehreren Personen. Im weiteren Verlauf soll der 37-jährige Mann körperlich angegriffen, gegen seinen Willen festgehalten und in einen weißen Transporter verbracht worden sein. Dort soll es zu weiteren körperlichen Übergriffen gekommen sein. Außerdem sollen Bargeld sowie persönliche Gegenstände entwendet worden sein. Nach Angaben des Geschädigten sprachen die Tatverdächtigen zudem Drohungen gegen ihn aus, bevor sie ihn wieder freiließen und sich vom Tatort entfernten.
Zwei der drei Personen sind bereits ermittelt. Es handelt sich um eine 32-jährige Deutsche und einen 55-jährigen Mann. Die 32-Jährige stellte sich gestern aus eigener Veranlassung auf einer Kieler Polizeidienststelle. Der 55-Jährige konnte im Rahmen der ersten Ermittlungen festgenommen werden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kiel führten Einsatzkräfte die beiden Personen gestern einem Haftrichter vor. Dieser erließ für beide Personen Untersuchungshaftbefehle. Sie kamen in Justizvollzugsanstalten.
Ein dritter Täter ist derzeit noch unbekannt. Es soll sich um einen ca. 50 Jahre alten Mann mit kräftiger Statur handeln. Dieser soll ca. 170 cm groß sein und einen 3-Tage-Bart haben. Zudem soll er mit einer Wollmütze bekleidet gewesen sein.
Die Hintergründe der Tat sowie die genauen Tatbeteiligungen sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Das Kommissariat 13 der Bezirkskriminalinspektion Kiel bittet Zeuginnen und Zeugen, die das Geschehen beobachtet haben oder Angaben zu den beteiligten Personen oder dem weißen Transporter machen können, sich bei der Kriminalpolizei Kiel unter der Telefonnummer 0431 / 160-3333 oder über jede Polizeidienststelle zu melden.
Darüber hinaus haben Zeuginnen und Zeugen die Möglichkeit Videos oder gefertigte Fotos vom Tatablauf hochzuladen. Auch ist es möglich anonyme Hinweise zu geben. Daher ist ab sofort das Hinweisportal der Landespolizei Schleswig-Holstein freigeschaltet, auf dem unter folgendem Link Videos, Fotos und Hinweise hochgeladen werden können: https://sh.hinweisportal.de/.
Stephanie Lage, Pressesprecherin der Polizeidirektion Kiel
Hanna Borgwardt, Staatsanwaltschaft Kiel
Quelle: Polizei Kiel. Diese Meldung wurde im Wortlaut der herausgebenden Stelle wiedergegeben. Original lesen ↗
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