Schockanruf in Neukirchen - Seniorin übergibt Bargeld an Betrüger
Pressemitteilung der Polizeidirektion Schwalm-Eder vom 29.07.2026:
Neukirchen
Am Dienstag, 28.07.2026, wurde eine betagte Seniorin aus Neukirchen Opfer eines sogenannten Schockanrufs. Unbekannte Täter brachten die Frau durch eine erfundene Notlage dazu, einen Geldbetrag im unteren fünfstelligen Bereich an einen Geldabholer zu übergeben.
Nach bisherigen Erkenntnissen erhielt die Seniorin in der Zeit zwischen 13:00 Uhr und 15:00 Uhr mehrere betrügerische Anrufe. Ein Anrufer gab sich als Enkel aus und behauptete, einen Verkehrsunfall verursacht zu haben. Aufgrund der angeblichen Notlage benötige er dringend Geld.
Die Telefonate wurden in russischer Sprache geführt.
Durch die arglistige Täuschung brachten die Täter die Seniorin dazu, ihnen in drei aufeinanderfolgenden Geldübergaben einen Geldbetrag im unteren fünfstelligen Bereich auszuhändigen.
Gegen 17:00 Uhr informierte eine Angehörige die Polizei über den Betrugsfall.
Der Geldabholer wird wie folgt beschrieben: etwa 30 bis 40 Jahre alt, circa 1,70 Meter groß, stark gebräunt, unrasiert, mit einem leichten Kinnbart und dunklem Haar. Bekleidet war er mit einem dunklen T-Shirt sowie einer dunklen kurzen Jeanshose.
Das für Straftaten zum Nachteil älterer Menschen zuständige Kriminalkommissariat in Kassel hat die Ermittlungen aufgenommen.
Zeugen, die am Dienstag, 28.07.2026, zwischen 13:00 Uhr und 15:00 Uhr, im Bereich der Homberger Straße in Neukirchen verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben oder Hinweise zu dem beschriebenen Geldabholer geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0561-910-0 zu melden.
Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang erneut vor der Betrugsmasche der sogenannten Schockanrufe. Die Täter schildern dabei eine vermeintliche Notlage eines nahen Angehörigen und setzen ihre Opfer gezielt unter emotionalen Druck, um sie zur Herausgabe von Bargeld oder Wertsachen zu bewegen.
Sprechen Sie insbesondere mit älteren Angehörigen regelmäßig über diese Betrugsmasche und sensibilisieren Sie sie für das Vorgehen der Täter. Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen, beenden Sie im Zweifel das Gespräch und überprüfen Sie die geschilderte Notlage, indem Sie den betreffenden Angehörigen unter der Ihnen bekannten Telefonnummer selbst zurückrufen.
Yvonne Winter, KHK`in - Pressesprecherin -
Quelle: Polizei Homberg. Diese Meldung wurde im Wortlaut der herausgebenden Stelle wiedergegeben. Original lesen ↗
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