Betrug durch Anruf eines falschen Bankmitarbeiters - 10.000,- Euro Schaden
Pressemitteilung der Polizeidirektion Schwalm-Eder vom 10.07.2026
Morschen
Eine Frau aus dem Morschener Ortsteil Euchbach wurde am Mittwochabend, 08.07.2026 Opfer eines Betruges. Ein falscher Bankmitarbeiter meldete sich telefonisch und veranlasste die Geschädigte zur Offenlegung ihres Online-Bankings.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand war die Frau gegen 19:00 Uhr von einer unbekannten männlichen Person angerufen worden, die sich als Mitarbeiter der VR Bank ausgab. Er täuschte die Frau, indem er behauptete, es habe betrügerische Abbuchungen von ihrem Konto gegeben. Zur Verifizierung gewährte ihm die Frau einen sogenannten Fernzugriff auf ihren PC und ihr Online Banking.
Hier legte der unbekannte Täter Überweisungen an und ließ sich diese durch TAN Eingaben von der Geschädigten freigeben. Somit entstand durch die widerrechtlichen Abbuchungen vom Konto der Frau ein finanzieller Gesamtschaden in Höhe von ca. 10.000,- Euro.
Die Kriminalpolizei in Homberg/Efze hat die Ermittlungen übernommen und warnt in diesem Zusammenhang nochmals vor dieser und ähnlichen Betrugsmaschen:
Bankmitarbeiter werden niemals persönliche- oder Kontodaten am Telefon erfragen und erst recht nicht nach der persönlichen Geheimzahl (PIN) oder nach der Transaktionsnummer (TAN) verlangen.
Ebenso wird niemals die Herausgabe von Bargeld oder Wertgegenständen verlangt.
Behauptungen wie: "Jemand hat Zugriff auf Ihr Konto oder das Geld sei bei der Bank nicht mehr sicher, es muss zuhause aufbewahrt oder in ein Schließfach gelegt werden oder Überweisungen müssen gesperrt werden", stimmen nicht! Lassen Sie sich nicht zeitlich unter Druck setzen (...sonst ist das Geld verloren..., o.ä.) -Bankmitarbeiter werden sie niemals am Telefon auffordern, Onlineüberweisungen oder Bargeld-Transaktionen vorzunehmen (z.B. zu Testzwecken oder weil das eigentliche Konto "gehackt" wurde und das Geld nun umverteilt werden muss o.ä.)
Vergewissern Sie sich im Zweifel bei Ihrer Bank, ob ein Anruf tatsächlich von dort kommt. Wählen Sie bei einem Rückruf nur die Ihnen bekannte Telefonnummer der Bank (keine Wahlwiederholung). Sprechen Sie mit Familienangehörigen oder anderen Vertrauenspersonen über solche ungewöhnlichen Situationen und holen Sie sich Rat. Geben Sie auf keinen Fall private Daten z.B. Bankkontodaten, Kreditkartendaten, TAN-Nummern oder Zugangsdaten zu Kundenkonten (z.B. PayPal) heraus. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei und melden Sie solche Vorfälle bei Ihrer Bank.
Christian Leßner, PHK - Pressestelle
Quelle: Polizei Homberg. Diese Meldung wurde im Wortlaut der herausgebenden Stelle wiedergegeben. Original lesen ↗
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