Spendensammler bestehlen Senioren in Wohnung / Zeugensuche
Am Dienstagvormittag (21. Juli) klingelte es gegen 11.20 Uhr in Venrath am Haus eines Ehepaares. Vor der Tür stand ein Unbekannter, der ein Klemmbrett mitführte und vorgab, für Gehörlose und Kinder Spenden zu sammeln. Daraufhin ließen die älteren Leute den Mann in ihre Wohnung, wo sie Spendenunterlagen ausfüllten und eine Bargeldspende aushändigten.
Kurz darauf verließ der angebliche Spendensammler die Wohnung. Im Haus überraschte eine weitere Anwohnerin etwa zur gleichen Zeit einen unbekannten Mann, den sie daraufhin aufforderte sofort das Haus zu verlassen.
Kurze Zeit später musste das Ehepaar feststellen, dass Schmuck fehlte. Der zweite Täter, der vermutlich während des Gesprächs mit dem angeblichen Spendensammler unbemerkt die Wohnung des Ehepaars nach Wertgegenständen durchsucht hatte, ging in der anderen Wohnung ersten Ermittlungen zufolge leer aus.
Einer der Männer war etwa 25 bis 30 Jahre alt, hatte einen dunkleren Teint und ein südländisches Erscheinungsbild. Er war zirka 170 Zentimeter groß, hatte eine kräftige Statur und kurze dunkle Haare.
Sein Begleiter war etwa gleichalt, zirka 180 bis 190 Zentimeter groß und schlank. Er hatte einen hellen Teint und trug dunkle Kleidung. Beide Männer sprachen gebrochenes Deutsch.
Etwa eine Stunde später schlugen möglicherweise dieselben Täter in Granterath zu. Dort klingelte es an der Wohnungstür einer älteren Frau, die die Hochparterrewohnung eines Mehrfamilienhauses bewohnt. Zu diesem Zeitpunkt hielt sich die Frau auf ihrem Balkon auf. Sie ging zur Tür und fragte über die Gegensprechanlage nach, wer dort sei. Ein Mann fragte nach, ob sie ein Paket annehmen könne. Daraufhin wurde ihm der Einlass in das Haus gewährt. Vor der Wohnung angekommen, wollte der Unbekannte dann über das Spendeninteresse der Anwohnerin sprechen. Auch hier führte er ein Klemmbrett mit sich. Die Seniorin machte ihm klar, dass sie nicht spenden wolle, schloss die Tür und wollte wieder auf den Balkon gehen. In ihrem Wohnzimmer traf sie dann auf einen anderen Mann, der scheinbar über den Balkon in die Wohnung gelangt war. Er floh, nachdem die Erkelenzerin ihn lautstark aufforderte, die Wohnung zu verlassen. Die Beschreibung der Täter deckt sich weitgehend mit der der Täter in Venrath.
Zur Klärung beider Taten sucht die Polizei dringend Zeugen. Wer hat zu den in Rede stehenden Tatzeiten in den Ortschaften Venrath und Granterath etwas beobachtet, dass mit den Vorfällen in Zusammenhang stehen könnte? Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat der Polizei in Hückelhoven entgegen, Telefon 02452 920 0. Zudem haben Sie die Möglichkeit, Hinweise über die Internetseite der Polizei Heinsberg zu geben oder über den direkten Link: https://polizei.nrw/artikel/anzeige-hinweis.
Quelle: Polizei Heinsberg. Diese Meldung wurde im Wortlaut der herausgebenden Stelle wiedergegeben. Original lesen ↗
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