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Sicherheitsbericht 2025: Hannover wird sicherer - Polizei, Stadt und aha arbeiten eng zusammen

12. August 2026 um 10:46 Uhr

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Die Landeshauptstadt Hannover und die Polizeidirektion Hannover haben heute (Mittwoch, 12. August) den gemeinsamen Sicherheitsbericht 2025 vorgestellt. Der Bericht bündelt neben der Entwicklung der Kriminalität auch Informationen zur Arbeit der Polizei und den kommunalen Ordnungsbehörden sowie zur Entwicklung in den Bereichen Sauberkeit und Abfallentsorgung. Damit macht der Bericht das Zusammenspiel der verschiedenen Faktoren sichtbar, die maßgeblich zur Sicherheit und Lebensqualität im öffentlichen Raum beitragen.

Die Bilanz zeigt eine positive Entwicklung der Kriminalitätslage, zugleich bleiben insbesondere Gewaltkriminalität und Messerangriffe zentrale Herausforderungen der Sicherheitsbehörden. Der Bericht macht außerdem deutlich: Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit im öffentlichen Raum können nur im gemeinsamen Zusammenwirken funktionieren und gewährleistet werden.

"Sicherheit ist eine Gemeinschaftsaufgabe und sie beginnt für uns als Stadt dort, wo Menschen ihren Alltag erleben: auf Straßen und Plätzen, in unseren Quartieren, an Haltestellen und in der Innenstadt. Deshalb setzen wir auf sichtbare Präsenz, konsequentes Handeln, gute Prävention und eine saubere Stadt. Wir wollen nicht nur, dass Hannover sicher ist, wir wollen, dass die Menschen diese Sicherheit auch jeden Tag spüren. Dafür arbeiten wir gemeinsam mit Polizei, aha und vielen weiteren Partnern", sagt Oberbürgermeister Belit Onay.

Die objektive Sicherheitslage hat sich 2025 in wesentlichen Bereichen verbessert: Die Anzahl der in der Polizeilichen Kriminalstatistik für Hannover erfassten Straftaten ging von 72.317 auf 67.087 zurück. Damit wurden rund 5.000 Straftaten weniger erfasst als im Vorjahr - ein Rückgang um 7,2 Prozent. Hierdurch liegt die Gesamtkriminalität auf dem zweitniedrigsten Stand der vergangenen zehn Jahre. Gleichzeitig stieg die Aufklärungsquote von 59 auf 61 Prozent. Die Gewaltkriminalität sank um rund neun Prozent, die Zahl der Messerangriffe um rund acht Prozent. Auch die Jugendgewalt ging deutlich zurück: von 461 tatverdächtigen Jugendlichen auf 341, ein Rückgang um 26 Prozent.

"Die positive Entwicklung der Kriminalitätslage ist ein wichtiges Signal und zeigt, dass unsere gemeinsame Arbeit Wirkung entfaltet. Gleichzeitig dürfen wir uns auf diesen Ergebnissen nicht ausruhen. Insbesondere die Bekämpfung der Gewaltkriminalität und der Messerangriffe bleiben Schwerpunkte unseres Handelns, denen wir weiterhin mit aller Konsequenz begegnen", sagte Polizeipräsidentin Gwendolin von der Osten bei der heutigen Vorstellung.

Mehr Präsenz und moderne Verkehrsüberwachung

Die Stadt hat den Städtischen Ordnungsdienst personell verstärkt. Die Zahl seiner Kontrollen stieg 2025 von 12.439 auf 21.905, was einem Plus von 76,1 Prozent entspricht. Zum 1. Juli 2025 nahmen zudem die Ordnungsbotschafterinnen und Ordnungsbotschafter ihre Arbeit auf. Der Sicherheitsbericht weist darauf hin, dass die höheren Zahlen auch auf die deutlich gestiegene Kontrolldichte und die verbesserte Erfassung zurückzuführen sind.

Auch bei der Parkraumüberwachung setzt die Landeshauptstadt auf Digitalisierung. Scan-Cars sollen perspektivisch eine deutlich höhere Kontrolldichte ermöglichen. Nach Angaben des Berichts können mit einem Scan-Fahrzeug in derselben Zeit etwa zehnmal so viele Fahrzeuge überprüft werden wie bei herkömmlichen Fußkontrollen. Die Einführung erfolgt schrittweise; mögliche Verstöße werden weiterhin durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geprüft.

Gemeinsames Handeln für mehr Sicherheit

Im Umfeld des Hauptbahnhofs und in der Innenstadt arbeiten Stadt, Polizei, Bundespolizei, DB Sicherheit, aha und weitere Partner eng zusammen. Gemeinsame Streifen, Schwerpunktkontrollen und ein kontinuierlicher Austausch ermöglichen ein abgestimmtes Vorgehen. Im Mittelpunkt stehen auch hier unter anderem Raubdelikte, Körperverletzungen und Messerangriffe.

"Mehr Präsenz, schnellere Reaktionswege und eine enge Zusammenarbeit mit unseren Partnern stärken die Sicherheit in Hannover. Der Städtische Ordnungsdienst, die Ordnungsbotschafter*innen und die Kolleg*innen der Stadtreinigung leisten dazu jeden Tag einen sichtbaren und wichtigen Beitrag. Unser Ziel ist ein Hannover, das Sicherheit und Sauberkeit für die Menschen erlebbar macht in allen Stadtteilen und im täglichen Miteinander", sagt Ordnungsdezernet Axel von der Ohe.

Sauberkeit als Teil von Sicherheit und Lebensqualität

Seit 2023 fließt auch die Jahresbilanz von aha in den gemeinsamen Sicherheitsbericht ein. Hintergrund ist der Zusammenhang zwischen der Sauberkeit des öffentlichen Raums, der Aufenthaltsqualität und dem subjektiven Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger. Der Bericht macht damit einmal mehr deutlich, dass Sicherheit im öffentlichen Raum über die Verhinderung und Verfolgung von Straftaten hinausgeht: auch ein attraktives, gepflegtes und geordnetes Umfeld leistet einen wichtigen Beitrag zu Sicherheit und Lebensqualität.

2025 wurden rund 1.484 Tonnen illegaler Abfälle entsorgt und an 29.156 Stellen Abfallablagerungen beseitigt. Die Müllmelde-App nutzten 67.108 Menschen.

"Stadtsauberkeit ist ein wesentlicher Bestandteil für das Sicherheitsgefühl in unserer Stadt, daher arbeiten wir Hand in Hand mit Stadt und Polizei zusammen. Wenn Straßen und Plätze gepflegt sind, steigt die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum spürbar. Unsere Teams arbeiten täglich, um Müll schnell zu beseitigen und Hannover sauber zu halten, denn ein ordentliches Umfeld stärkt das Wohlbefinden aller Bürgerinnen und Bürger", sagt Simon Grabow, Leiter der Stadtreinigung bei aha.

Der komplette Sicherheitsbericht ist unter: https://www.pd-h.polizei-nds.de/kriminalitaet/kriminalitatsverteilung-in-hannover-2020-bis-2025-vorstellung-des-achten-sicherheitsberichts-115041.html abrufbar.

Quelle: Polizei Hannover. Diese Meldung wurde im Wortlaut der herausgebenden Stelle wiedergegeben. Original lesen ↗

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