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Fahrtüchtigkeit im Fokus: Polizeidirektion Göttingen führt groß angelegte Kontrolle durch - rund 1500 Fahrzeuge kontrolliert, 76 Fahrten unter Drogen- und Alkoholeinfluss festgestellt

24. April 2026 um 12:10 Uhr

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Die Polizeidirektion Göttingen hat vom 21. bis 23. April eine umfangreiche Großkontrolle mit Fokus auf Fahrtüchtigkeit im Straßenverkehr durchgeführt. An verschiedenen Kontrollstellen im gesamten Zuständigkeitsgebiet der Göttinger Polizeibehörde wurden Fahrzeugführende auf Alkohol, Drogen- und Medikamentenmissbrauch überprüft. Nach fünf Kontrolltagen wurden rund 1500 Fahrzeuge überprüft. Die Beamten stellten dabei eine Vielzahl von Verkehrsordnungswidrigkeiten und Straftaten fest.

Das Thema Fahrtüchtigkeit ist in diesem Jahr erneut Landesschwerpunkt und steht im Fokus der polizeilichen Verkehrssicherheitsarbeit. Die Fahrtüchtigkeit ist eine der Grundvoraussetzungen für eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr. Autofahren unter Alkohol-, Drogen- oder Medikamenteneinfluss birgt erhebliche Risiken - für sich und für andere. Folgen sind nicht nur eine verlangsamte Reaktionszeit, sondern auch ein schlechteres Sehvermögen, Lichtempfindlichkeit, Selbstüberschätzung oder Koordinationsprobleme. Darüber hinaus sind regelmäßige Kontrollen in Hinblick auf das vor zwei Jahren eingeführte Cannabislegalisierungsgesetz sinnvoll und notwendig. Aufgrund der Anhebung des Grenzwertes für den Wirkstoff THC im Blut, steigt das Risiko an erhöhtem Drogenkonsum im Straßenverkehr und somit auch an dadurch verursachten Verkehrsunfällen.

An der Großkontrolle waren an den fünf Tagen mehr als 200 Kräfte aus den Polizeidirektionen Göttingen, Hannover und Lüneburg sowie aus sieben weiteren Bundesländern im Einsatz. Kontrolleinheiten unter anderem des Zolls, des Technischen Hilfswerks (THW) und des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) waren ebenfalls zur Unterstützung vor Ort. Die Kontrollstellen befanden sich in den Regionen Hildesheim, Nienburg/Schaumburg, Hameln-Pyrmont/Holzminden und Göttingen. Im Bereich Northeim fanden mobile Kontrollen statt.

Die Bilanz der Woche verdeutlicht, wie wichtig regelmäßige Kontrollen im Bereich der Fahrtüchtigkeit sind, sagt Michael Weiner, Vizepräsident der Polizeidirektion Göttingen, der am Donnerstag selbst bei der Kontrolle in Hildesheim war, um sich einen Eindruck vom Verlauf zu verschaffen. Er sagt: "Derartige Verkehrskontrollen auf Alkohol- und Drogenmissbrauch sind zwingend erforderlich. Die Ergebnisse unterstreichen dieses leider eindrucksvoll. Wir können so Unfälle mit schwersten Folgen im Vorfeld verhindern. Das rettet Leben." Und weiter: "Neben mobilen Kontrollen, die im Rahmen unserer Alltagsarbeit immer wieder vorgenommen werden, gehören auch konzentrierte Aktionen, wie in dieser Woche dazu - das erhöht die Entdeckungswahrscheinlichkeit, und zwar zur Tages- und Nachtzeit."

Die Bilanzen der Kontrolltage im Überblick

Kontrolle an der B217 im Groß-Hilligsfeld bei Hameln am Dienstag, 21. April:

An der Kontrolle im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden waren 73 Kräfte beteiligt, die ab den Mittagsstunden im Einsatz waren und bis in den frühen Abend 473 Fahrzeuge und deren Fahrerinnen und Fahrer an einer stationären Kontrollstelle sowie bei mobilen Kontrollen überprüften.

Das Ergebnis:

- 16 Fahrzeugführende standen unter dem Einfluss von Drogen

und/oder Medikamenten, zwei unter Alkoholeinfluss

- 18 Mal wurde eine Blutentnahme angeordnet

- In 28 Fällen wurde die Weiterfahrt untersagt

- In vier Fällen wurden Personen und Fahrzeuge durchsucht

- In fünf Fällen hatten die Kontrollierten keine Fahrerlaubnis

- Ein Fahrschüler wurde während einer Fahrschulstunde positiv auf

THC getestet

- Ein Fahrzeugführer räumte den Konsum von medizinischem Cannabis

ein, bei der Überprüfung wurden jedoch Unregelmäßigkeiten

festgestellt, so dass ein Verfahren wegen des Verdachts auf

Verstoß gegen das Arzneimittelgesetz eingeleitet wurdeNeben der Polizei unterstützten das Hauptzollamt, das THW und das DRK die Kontrolle.

Kontrollen in Lauenau und Bad Nenndorf am Mittwoch, 22. April:

Die Kontrollen im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg fanden an der Bundesstraße 442 in Lauenau im Bereich des dortigen Autohofs sowie an der Bundesstraße 65 in Bad Nenndorf von 13 bis 19 Uhr statt, zudem gab es mobile Kontrollen. 63 Einsatzkräfte waren an den beiden Kontrollstellen tätig, 462 Personen wurden überprüft.

Das Ergebnis:

- 20 Fahrzeugführende standen unter dem Einfluss von Drogen oder

Medikamenten

- Zwei Fahrzeugführende hatten vor Fahrtantritt sowohl Alkohol als

auch Drogen konsumiert

- 22 Blutentnahmen wurden angeordnet und die Weiterfahrt untersagt

- Einmal wurde der Führerschein beschlagnahmt

- Zwei Fahrzeugführende waren ohne Fahrerlaubnis unterwegs

- Ein 25-Jähriger, der positiv auf THC getestet wurde, hatte

Kennzeichen an seinem Auto, die nicht für sein Fahrzeug bestimmt

waren. Sein Auto hingegen war nicht zugelassen.

- Ein 20-Jähriger zeigte massive körperliche Auffälligkeiten, die

auf den Konsum sogenannter Legal Highs - neuer psychoaktiver

Stoffe - hindeutetenUnterstützt wurden die Polizeikräfte vom THW, dem DRK, dem Hauptzollamt Hannover sowie dem Gewerbeaufsichtsamt Hannover.

Kontrollen in Hildesheim am Donnerstag, 23. April:

Die Kontrollen im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Hildesheim fanden auf der sogenannten Ost-West-Achse auf der B1 im Bereich Frankenstraße und Schützenallee statt. 63 Kontrollkräfte waren hier eingesetzt, 42 von der niedersächsischen Polizei, 21 Beamtinnen und Beamte aus Hamburg, Bremen, Sachsen, Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Bayern und Hessen. Sie kontrollierten 412 Fahrzeuge und 431 Personen.

Das Ergebnis:

- 14 Fahrzeugführende standen unter dem Einfluss von Drogen

und/oder Medikamenten

- 13 Fahrzeugführende hatten vor Fahrtantritt Alkohol und Drogen

konsumiert

- In 27 Fällen wurden Blutentnahmen angeordnet und die Weiterfahrt

untersagt

- Vier Mal wurde der Führerschein beschlagnahmt

- Fünf Fahrzeugführende hatten keine Fahrerlaubnis

- Ein 36-Jähriger war mit einem nicht zugelassenen Auto unterwegs.

Er hatte die Kennzeichen aus Kennzeichenfragmenten, Klebeband

und Eisstielen zusammengesetzt. Er hatte keinen Führerschein und

stand zudem unter dem Einfluss von Alkohol (Atemalkoholwert 1,4

Promille), THC und Amphetaminen.

- Bei einem 21-Jährigen wurde THC festgestellt und die Weiterfahrt

untersagt. Er stellte sein Fahrzeug daraufhin ab. Etwa eine

Stunde später wurde er erneut in seinem Auto erwischt.Neben der Polizei unterstützten die Staatsanwaltschaft Hildesheim, das THW und DRK sowie das Hauptzollamt Braunschweig die Kontrolle.

Kontrolle im Bereich Göttingen am Donnerstag, 23. April:

Die Kontrollen im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Göttingen fanden an der A38-Anschlussstelle Arenshausen bei Göttingen im Bereich des dortigen Imbisses statt. 26 Einsatzkräfte kontrollierten 94 Fahrzeuge und 145 Personen.

Das Ergebnis:

- Sechs Fahrzeugführende standen unter dem Einfluss von THC

- Ein Fahrzeugführer stand unter Alkoholeinfluss

- In allen Fällen wurden Blutentnahmen angeordnet und die

Weiterfahrt untersagt.

- Ein Fahrzeugführer konnte keine gültige Fahrerlaubnis vorweisen.Mobile Kontrollen im Bereich Northeim am Donnerstag, 23. April:

Im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Northeim fanden mobile Kontrollen statt. Zwölf Beamtinnen und Beamte wurden hier eingesetzt. Sie kontrollierten im Laufe des Tages 67 Fahrzeuge und deren Fahrerinnen und Fahrer.

Das Ergebnis:

- Ein Fahrzeugführer stand unter Alkoholeinfluss (2,43 Promille

Atemalkoholwert) sowie unter dem Einfluss von Amphetaminen

- Ein Fahrzeugführer stand unter dem Einfluss von THC

- In beiden Fällen wurden Blutentnahmen angeordnet und die

Weiterfahrt untersagt

- Ein Fahrzeugführer konnte keine Fahrerlaubnis vorweisen

Quelle: Polizei Göttingen. Diese Meldung wurde im Wortlaut der herausgebenden Stelle wiedergegeben. Original lesen ↗

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