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Das Geld ist futsch - Polizei warnt vor Cybertrading

21. Juli 2026 um 12:37 Uhr

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Ein vermeintlicher Broker, angeblich hohe Gewinne und am Ende keine Möglichkeit, an das eigene Geld zu kommen: Die Polizei Gifhorn ermittelt aktuell in zwei Fällen im Zusammenhang mit vermeintlichen Geldanlagen.

Im ersten Fall überwies ein Mann aus dem Landkreis Gifhorn einen fünfstelligen Betrag an einen vermeintlichen Broker. Im zweiten Fall überwies ein anderer Mann aus dem Landkreis zunächst einen kleineren Betrag. Diesen bekam er auch wieder ausgezahlt. Der vermeintliche Erfolg zeigte Wirkung: Der Mann fasste Vertrauen und wurde dazu animiert, mehrere Tausend Euro zu investieren. Zu beiden Sachverhalten dauern die Ermittlungen an.

Kleine Einzahlung, vermeintliche Gewinne, freundliche Beratung. Die Masche des Anlagebetrugs, auch Cybertrading genannt, ist nicht neu, aber professionell inszeniert und mitunter nur schwer zu erkennen.

Die Täter erstellen Internetseiten, die den schnellen Reichtum durch Investitionen in Kryptowährungen, Devisen oder andere Finanzprodukte versprechen. Für diese "Trading-Plattformen" wird aufwendig geworben. Professionelle Anzeigen in sozialen Medien und (frei erfundene) Erfolgsgeschichten sollen Vertrauen schaffen. Mitunter werden dafür sogar Namen und Bilder prominenter Personen, bekannter Fernsehsendungen oder Medienunternehmen missbraucht. Auch künstlich erzeugte oder veränderte Bilder und Videos kommen zum Einsatz.

Nach einer Anmeldung durch die späteren Geschädigten meldet sich meist schnell ein vermeintlicher Broker. Er wirkt kompetent, freundlich und ist jederzeit erreichbar. Für den Einstieg genügt in der Regel ein vergleichsweise kleiner Betrag. Kurz darauf zeigt die Plattform bereits erste Gewinne. Kontostände steigen und angebliche Investitionen entwickeln sich hervorragend - doch diese Zahlen sind frei erfunden. Ein tatsächlicher Handel findet gar nicht statt.

Teilweise zahlen die Täter nach dem ersten "Investment" einen kleinen Betrag oder einen vermeintlichen Gewinn aus. Dadurch soll Vertrauen aufgebaut werden. Die Betroffenen sollen glauben, dass die Plattform funktioniert und ihr Geld jederzeit verfügbar ist. Anschließend erhöhen die vermeintlichen Broker den Druck: Wer jetzt mehr investiere, könne noch höhere Gewinne erzielen.

Das böse Erwachen folgt meist beim Versuch, investiertes Geld oder gar Gewinne auszahlen zu lassen. Plötzlich werden angebliche Steuern, Gebühren, Provisionen oder Versicherungen fällig. Eine letzte Zahlung noch, dann werde das Guthaben ausgezahlt. Doch auch nach weiteren Überweisungen kommt es nicht zur Auszahlung.

Die Polizei rät: Lassen Sie sich nicht von hohen Gewinnversprechen unter Druck setzen. Prüfen Sie Anbieter und Handelsplattformen vor jeder Einzahlung sorgfältig, unter anderem über die Unternehmensdatenbank der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Übermitteln Sie keine Ausweiskopien, Zugangsdaten zum Online-Banking oder andere sensible Informationen an unbekannte Personen und erlauben Sie keinen Fernzugriff auf Ihren Computer oder Ihr Smartphone.

Wenn eine Auszahlung plötzlich von weiteren Gebühren oder Steuern abhängig gemacht wird, überweisen Sie kein weiteres Geld. Informieren Sie unverzüglich Ihre Bank, sichern Sie Chatverläufe, E-Mails, Screenshots und Überweisungsbelege und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

Quelle: Polizei Gifhorn. Diese Meldung wurde im Wortlaut der herausgebenden Stelle wiedergegeben. Original lesen ↗

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