Gelsenkirchen wurde ausgezeichnet - Stadtverwaltung erhält Vereinbarkeitsprädikat für vorbildliche Vereinbarkeit von Beruf und Pflege
GE. Am Donnerstag, 16. Juli 2026, wurde die Stadt Gelsenkirchen mit dem Vereinbarkeitsprädikat der WiN Emscher-Lippe GmbH ausgezeichnet. Die Auszeichnung würdigt Unternehmen und Institutionen in der Emscher-Lippe Region, für die die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege bereits gelebte Realität ist.
Mitarbeitende aus dem Personalrat der Stadtverwaltung, Hasan Sahin und Dana Kopania, und die Leiterin der Gleichstellungsstelle, Asmaa El Makhoukhi-Mekkaoui, nahmen den Preis entgegen. „Die Auszeichnung mit dem Vereinbarkeitsprädikat macht uns stolz und bestätigt uns auf unserem Weg, den wir konsequent weitergehen werden. Wer seine Mitarbeitenden in herausfordernden Lebenssituationen unterstützt, investiert nicht nur in Menschen – sondern in die Zukunft der gesamten Verwaltung. Die Stadtverwaltung Gelsenkirchen zeigt: Beruf und Pflege lassen sich vereinbaren,“ erklärte Asmaa El Makhoukhi-Mekkaoui.
Für Gelsenkirchen ist die Auszeichnung der vorläufige Höhepunkt eines bereits 2023 begonnenen Weges: Im Mai 2023 trat die Stadt als erste Kommunalverwaltung in NRW dem Landesprogramm „Pflege und Beruf" des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) bei und unterzeichnete die Charta zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege.
Seitdem wurden fünf Mitarbeitende zu Pflegeguides ausgebildet – ausgebildete Ansprechpersonen, die Kolleginnen und Kollegen bei Fragen rund um das Thema Pflege als erste Anlaufstelle zur Verfügung stehen. Darüber hinaus besteht ein Übereinkommen mit der städtischen Beratungsstelle „PFAD", die im Bereich Pflege, Alter, Demenz berät, dass alle Mitarbeitenden, die außerhalb von Gelsenkirchen wohnen, dort Unterstützung erhalten.
Auch strukturell hat die Stadt einiges auf den Weg gebracht: Führungskräfte wurden in einem Workshop für das Thema sensibilisiert und auf ihre Fürsorgepflicht gegenüber pflegenden Mitarbeitenden vorbereitet. Im Intranet stehen FAQs zum Thema bereit, flexible Homeoffice-Regelungen mit mobilem Arbeiten, flexible Arbeitszeiten sowie das Gesundheitspräventionsangebot „Evermood" runden das Unterstützungspaket ab.
Die Arbeit ist noch nicht abgeschlossen: Aktuell arbeiten Gleichstellungsstelle und Personalrat gemeinsam in einem Coaching daran, das Thema in der Verwaltung weiter auszubauen. Geplant sind unter anderem der Blick auf Best-Practice-Beispiele, neue Austauschmöglichkeiten für Betroffene sowie Erfahrungsberichte von Mitarbeitenden. So sollen auch unerfahrene Kolleginnen und Kollegen Orientierung finden, wenn sie sich plötzlich in einer Pflegesituation wiederfinden.
Mit dem Vereinbarkeitsprädikat möchte die WiN Emscher-Lippe GmbH andere Unternehmen inspirieren, zum Austausch anregen und Mut machen, eigene Wege zu gehen. Die Auszeichnung der Stadt Gelsenkirchen ist dabei ein starkes Signal: Vereinbarkeit von Beruf und Pflege ist kein Zukunftsthema – sie ist in Gelsenkirchen bereits Alltag.
Das Foto im Anhang zeigt Hasan Sahin, Personalrat Stadt Gelsenkirchen, Susanne Becker, wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Wirtschaftsförderung der Stadt Gelsenkirchen, Dana Kopania, Personalrätin Stadt Gelsenkirchen, Asmaa El Makhoukhi-Mekkaoui, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Gelsenkirchen und Mareike Thiers, Gleichstellungsbeauftragte Jobcenter Gelsenkirchen bei der Preisübergabe.
Quelle: Stadt Gelsenkirchen. Diese Meldung wurde im Wortlaut der herausgebenden Stelle wiedergegeben. Original lesen ↗