Bürgeramt Essen zählt zu den digitalsten Bürgerämtern Deutschlands
Die Stadt Essen verbessert sich im bundesweiten Digitalisierungsvergleich der Bürgerämter der 20 größten deutschen Städte erneut und erreicht 2026 den vierten Platz. Damit gehört Essen nach einer Untersuchung der GISMA University of Applied Sciences zur Spitzengruppe der digitalsten Bürgerämter Deutschlands.
2024 hatte Essen Platz 13 belegt. Schon im Vorjahr verbesserte sich die Stadt auf den sechsten Platz. Bereits da gehörte Essen mit einem Zuwachs von fünf Punkten zu den Kommunen, die ihre digitalen Angebote am stärksten ausgebaut hatten. 2026 setzt sich diese Entwicklung fort: Vor Essen liegen lediglich Düsseldorf sowie die gemeinsam zweitplatzierten Städte München und Frankfurt.
"Der vierte Platz gemeinsam mit Berlin zeigt, dass wir mit der konsequenten Digitalisierung unserer Dienstleistungen auf dem richtigen Weg sind", sagt der Fachbereichsleiter des Einwohneramtes, André Seibert, in dem sechs der elf untersuchten Dienstleistungen verortet sind. "Entscheidend ist aber nicht allein die Platzierung. Wichtig ist, dass immer mehr Essenerinnen und Essener ihre Anliegen unabhängig von Öffnungszeiten und ohne Weg zum Amt erledigen können."
"Onlineangebote funktionieren nur dann gut, wenn der gesamte Prozess vom Antrag über die Bezahlung bis zur Bearbeitung digital gedacht und gut gemacht wird“, so der Chief Digital Officer der Stadt Essen, Peter Adelskamp. "Die Platzierung ist auch das Ergebnis der tollen Arbeit vieler Kolleginnen und Kollegen in unterschiedlichen Fachbereichen, die die Dienstleistungen umsetzen."
Bewertet wurden elf zentrale Verwaltungsleistungen
Für die Untersuchung wurden elf häufig nachgefragte Verwaltungsleistungen betrachtet. Dazu zählen unter anderem die Wohnsitzanmeldung, Meldebescheinigungen, Urkundenbestellungen, Führerscheinanträge sowie Dienstleistungen rund um Personal- und Reisepässe. GISMA bewertete nicht nur, ob ein Onlineangebot vorhanden ist, sondern auch, wie vollständig der jeweilige Verwaltungsprozess digital abgewickelt werden kann. Die Skala reicht von einer online nicht auffindbaren Dienstleistung bis zu einem vollständig digitalisierten Ende-zu-Ende-Prozess.
Rechtliche Vorgaben setzen Grenzen der Digitalisierung
Gleichzeitig zeigt die Untersuchung, dass einer vollständigen Digitalisierung einzelner Leistungen weiterhin rechtliche oder tatsächliche Grenzen gesetzt sind. So müssen bei der Beantragung eines Personalausweises oder Reisepasses insbesondere Fingerabdrücke und weitere biometrische Merkmale persönlich aufgenommen werden. Auch die Beglaubigung einer Papierkopie setzt grundsätzlich die Prüfung des Originals voraus. Keine der untersuchten Städte erreichte daher bei Pass- und Ausweisangelegenheiten die höchste Bewertungsstufe; die Beglaubigung von Kopien bildete bundesweit das Schlusslicht.
Digitale Angebote werden weiter ausgebaut
Die Stadt Essen wird ihre digitalen Angebote weiter ausbauen. Neben der Erweiterung der Onlinedienstleistungen sollen dabei verstärkt Unterstützungsangebote für Menschen in den Blick genommen werden, die digitale Verwaltungsleistungen bislang nicht oder nur eingeschränkt nutzen. Denn obwohl bereits zahlreiche Leistungen online zur Verfügung stehen, wird dieses Angebot bislang noch von zu wenigen Bürgerinnen*Bürgern auch tatsächlich genutzt.
Quelle: Stadt Essen. Diese Meldung wurde im Wortlaut der herausgebenden Stelle wiedergegeben. Original lesen ↗