Nr.: 0527 --Sonnenfinsternis sorgt für Verkehrsfinsternis--
-Ort: Bremen-Walle, OT Überseestadt
Zeit: 12.08.26 19 - 22 UhrDie Sonnenfinsternis hat am Mittwochabend nicht nur für zahlreiche Blicke in den Himmel, sondern auch für einen größeren Polizeieinsatz in Walle gesorgt. Mehrere hundert Schaulustige hatten sich offenbar einen besonders guten Blick auf das Himmelsspektakel erhofft - bei der Parkplatzsuche verdunkelte sich die Stimmung allerdings stellenweise.
Die Polizei registrierte ein erheblich erhöhtes Verkehrsaufkommen im Bereich des Fahrwiesendamms und der Zufahrten der Autobahn 27. Die dortige Mülldeponie hatte sich kurzfristig zu einem der offenbar begehrtesten Aussichtspunkte Bremens entwickelt.
Die Zuwegungen waren beidseitig nahezu vollständig zugeparkt. Gleichzeitig waren zahlreiche Menschen zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs. Da dort kein Gehweg vorhanden ist, teilten sich Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer den vorhandenen Verkehrsraum - mit überschaubarem Erfolg. Zeitweise ging schließlich gar nichts mehr.
Auf dem Autobahnzubringer Überseestadt staute sich der Verkehr bis zum Utbremer Kreisel zurück, auf der A27 zeitweise bis zum Ausfädelungsstreifen der Anschlussstelle Überseestadt. Besonders problematisch: Mehr als 50 Fahrzeuge wurden im Bereich oberhalb der A27 auf der Kraftfahrstraße beziehungsweise Autobahn abgestellt.
Einige Verkehrsteilnehmer zeigten bei der Suche nach einer alternativen Route zudem bemerkenswerte Kreativität. Mehrfach mussten Einsatzkräfte verhindern, dass Autofahrer entgegen der Fahrtrichtung auf die Autobahn auffahren wollten. Auch der Rastplatz Fahrwiesen war zeitweise so stark frequentiert, dass eine Zufahrt nicht mehr möglich war. Auf den Brücken über der A27 versammelten sich teilweise bis zu 100 Menschen, dort blieb es jedoch friedlich.
Die Polizei fertigte insgesamt mehr als 110 Ordnungswidrigkeitenanzeigen, darunter rund 80 wegen verbotswidrigen Parkens auf einer Kraftfahrstraße beziehungsweise Autobahn. Bei mehreren Fahrzeugführern wurde von vorsätzlichem Handeln ausgegangen. Sie ignorierten zunächst wiederholte Aufforderungen der Einsatzkräfte, ihre Fahrzeuge zu entfernen. Erst die Aussicht, dass nicht nur die Sonne, sondern möglicherweise auch das eigene Auto vorübergehend aus dem Blickfeld verschwinden könnte, sorgte schließlich für Bewegung.
Für drei Fahrzeuge wurde aufgrund erheblicher Verkehrsbehinderungen ein Abschleppdienst angefordert.
Nach dem Ende der Sonnenfinsternis setzte gegen 20.15 Uhr eine starke Abwanderung ein. Die Folge waren erneut erhebliche Verkehrsverzögerungen.
Die Polizei zieht daher ein gemischtes Fazit: Die Sonnenfinsternis war nur vorübergehend - einige Verkehrsverstöße dürften ihre Besitzer in Form eines Bußgeldbescheides noch etwas länger begleiten.
Quelle: Polizei Bremen. Diese Meldung wurde im Wortlaut der herausgebenden Stelle wiedergegeben. Original lesen ↗
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