Bergisch Gladbach.news
Stadt Bergisch Gladbach · Bergisch Gladbach

Haushalt 2026 freigegeben – Finanzlage bleibt angespannt

17. August 2026 um 09:35 Uhr

In Leichter Sprache lesen

<p>Der Rat hatte den Haushalt am 24. M&auml;rz 2026 beschlossen und zugleich ein zus&auml;tzliches Einsparvolumen vorgegeben, das die Verwaltung durch Einsparma&szlig;nahmen konkretisieren und erreichen musste. Hintergrund war, dass die vom Rat beschlossene Anpassung der Grundsteuer geringer ausfiel als urspr&uuml;nglich von der Verwaltung vorgeschlagen. Deshalb musste der verbleibende Finanzierungsbedarf zu gro&szlig;en Teilen durch zus&auml;tzliche Einsparungen ausgeglichen werden.</p> <p>Zur Steuerung der Personalkosten hatte die Verwaltung dar&uuml;ber hinaus personalwirtschaftliche Ma&szlig;nahmen umgesetzt, darunter insbesondere eine Wiederbesetzungssperre von sechs Monaten f&uuml;r freiwerdende Stellen.</p> <p>B&uuml;rgermeister Marcel Kreutz erkl&auml;rt:<br />&bdquo;Die Freigabe ist eine gute Nachricht f&uuml;r Bergisch Gladbach und das Ergebnis intensiver Arbeit. Nach dem Ratsbeschluss mussten die zus&auml;tzlichen Einsparungsvorgaben innerhalb kurzer Zeit durch die Verwaltung konkretisiert und in einen umsetzbaren Haushalt &uuml;berf&uuml;hrt werden. Mein Dank gilt allen Mitarbeitenden, die daran mit gro&szlig;em Einsatz gearbeitet haben.<br />Die Verwaltung hat damit den Ratsbeschluss verl&auml;sslich umgesetzt. Die Haushaltsfreigabe ist aber keine finanzielle Entwarnung. Weiterhin gilt: Wir werden Ausgaben sorgf&auml;ltig priorisieren, die weitere Entwicklung transparent machen und dort nachsteuern, wo es erforderlich ist. Die weitere Konsolidierung werden wir zielgerichtet verfolgen und zugleich die Leistungsf&auml;higkeit unserer Stadt erhalten.&ldquo;</p> <p><strong>Beschlossenes Defizit und aktuelle Entwicklung</strong></p> <p>Der vom Rat beschlossene Ergebnisplan f&uuml;r 2026 sieht Ertr&auml;ge von in etwa 437,6 Millionen Euro und Aufwendungen von rund 498 Millionen Euro vor. Zus&auml;tzlich enth&auml;lt der Haushaltsplan einen globalen Minderaufwand von knapp 9,46 Millionen Euro. Dieser Betrag ist keine bereits realisierte Einsparung, sondern muss im Laufe des Haushaltsjahres durch entsprechend geringerer Aufwendungen tats&auml;chlich erreicht werden. Nach Ber&uuml;cksichtigung des globalen Minderaufwands weist der Haushalt ein geplantes Defizit von rund 50,9 Millionen Euro aus.</p> <p>Seit der Beschlussfassung hat sich die Gewerbesteuerprognose verschlechtert. Diese Entwicklung ist in dem beschlossenen Defizit von 50,9 Millionen Euro noch nicht enthalten.</p> <p>Die Finanzplanung weist bis 2029 hohe Defizite aus. F&uuml;r das Jahr 2032 k&ouml;nnte der Stadt laut Prognose eine &Uuml;berschuldung drohen, wenngleich auch ab dem Jahr 2034 wieder mit positiven Ergebnissen gerechnet wird.</p> <p>Stadtk&auml;mmerer Thore Eggert sagt:<br />&bdquo;Mit der Freigabe k&ouml;nnen wir den vom Rat beschlossenen Haushalt bewirtschaften. Neue finanzielle Spielr&auml;ume entstehen dadurch jedoch nicht.</p> <p>Das hohe Defizit und die schlechte Gewerbesteuerprognose erfordern eine besonders enge Kontrolle der Entwicklung mit priorisierender Ausgabensteuerung. Dies werden wir den politischen Gremien und der &Ouml;ffentlichkeit transparent darstellen. Bereits seit 2023 haben wir mit dem freiwilligen Haushaltssicherungskonzept den richtigen Konsolidierungskurs eingeschlagen. Trotzdem stehen wir &ndash; auch durch immer mehr nicht gegenfinanzierte Aufgaben, die aus den kommunalen Kassen finanziert werden m&uuml;ssen &ndash; f&uuml;r 2027 vor einem pflichtigen Haushaltssicherungskonzept.&ldquo;</p> <p></p>

Quelle: Stadt Bergisch Gladbach. Diese Meldung wurde im Wortlaut der herausgebenden Stelle wiedergegeben. Original lesen ↗