Einsatzkleidung angepasst: Feuerwehr Arnsberg beschafft leichte Ausrüstung für Wald- und Vegetationsbrände
Die vergangenen Wochen haben gezeigt, wie schnell und häufig die Feuerwehr bei Wald- und Vegetationsbränden gefordert sein kann. Während die gemeldeten Brände im Arnsberger Stadt-gebiet glimpflich ausgingen oder sich als Fehlalarme herausstellten, unterstützten Arnsberger Einheiten im Rahmen der überörtlichen Hilfe bei den aufwendigen Großbränden in Sundern-Stemel und Marsberg-Helminghausen.
Einsätze im unwegsamen Gelände bei hohen Sommertemperaturen verlangen den Kräften kör-perlich alles ab. Die schwere Feuerwehr-Überbekleidung, die für den Innenangriff bei Gebäude-bränden mit ihren isolierenden Stofflagen ideal schützt, führt bei Waldbränden im Freien schnell zu einem gefährlichen Hitzestau. Um die Einsatzkräfte hier zu entlasten, hat die Abteilung Tech-nik neue Waldbrandausrüstung beschafft.
In einem ersten Schritt wurden rund 80 leichte Schutz-Overalls der Firma Watex angeschafft. Die einteiligen Schutzanzüge sind deutlich leichter und durch ihre rote Farbe auch aus der Luft - et-wa für Polizeihubschrauber, welche oftmals als Wasserträger bei Waldbränden zum Einsatz kommen - gut sichtbar. Taschen am Rücken bieten Platz für zwei 0,5-Liter-Trinkflaschen. Zur Ausrüstung gehören außerdem Schutzbrillen gegen Brandrauch und feinen Partikelflug sowie leichte Atem- beziehungsweise Tuchmasken von Uvex. Die neuen Garnituren wurden bei den Einsätzen in Sundern und Marsberg bereits zum ersten Mal getragen.
Für den schnellen Transport an die Einsatzstelle wurde der in Müschede stationierte Gerätewa-gen Licht umgerüstet. Das Fahrzeug bringt ab sofort 60 Waldbrandoveralls samt Brillen und Atemschutztüchern sowie Löschrucksäcke, Kreissegmentregner und Pulaski-Äxte direkt an die Einsatzstelle. Während der Erstangriff wie gewohnt in regulärer Schutzkleidung erfolgt, können nachfolgende oder abgelöste Trupps vor Ort direkt auf die leichten Anzüge wechseln.
Ebenfalls neu beschafft und in Dienst gestellt wurden die Pulaski-Äxte sowie die Kreissegment-regner. Die Äxte sind ein kombiniertes Werkzeug aus Axt und Hacke, mit dem der Waldboden aufgerissen werden kann, um Schneisen zu schlagen oder tief sitzende Glutnester freizulegen. Die Kreissegmentregner dienen dazu, größere Flächen oder Riegelstellungen kontinuierlich mit Wasser zu benetzen. Zwar hält auch der Wasserförderzug des Hochsauerlandkreises solche Regner vor, doch durch die stadtinterne Anschaffung ist die Feuerwehr Arnsberg nun noch ei-genständiger aufgestellt und kann dieses Material bei Bedarf umgehend im eigenen Stadtgebiet einsetzen.
Ergänzend befinden sich derzeit weitere Löschrucksäcke, Waldbrandwerkzeuge, Faltbehälter mit 5.000 und 25.000 Litern Fassungsvermögen als mobile Wasserspeicher sowie zusätzliche D-Schläuche und D-Armaturen in der Beschaffung, um das Arbeiten in unwegsamem Gelände wei-ter zu erleichtern.
Quelle: Feuerwehr Arnsberg. Diese Meldung wurde im Wortlaut der herausgebenden Stelle wiedergegeben. Original lesen ↗
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